Fotos: Besucher gibt es auch in Igelhausen...z.B. von Olli und seiner Familie

 

 

 

 

Liebe Tierfreunde,hier kommt das Logbuch eines hoffentlich nicht sinkenden Schiffes.

 

 Hier gibt es viele Hintergrundinformationen über meine Arbeit, Igel im allgemeinen,sowie die schönen und schlimmen Momente in Igelhausen zu erfahren. Es folgen auch spontane Reaktionen meinerseits,auf verantwortungsvolle,oberflächliche oder weniger nette Begegnungen der menschlichen Art,die manchmal wütende Kommentare nicht außen vor lassen. Oder über Menschen,die mich beeindruckt haben. Manchmal sehr direkt - so bin ich eben.... zuerst kommt der Tier- und Artenschutz und dann irgendwann der Rest der Welt. AHOI!

 

26.o6.2020  In den nächsten Wochen habe ich mir Ziele gesetzt:    Mähroboteraktion verstärkt in Angriff nehmen, Aufklärungskampagne für Gartenbesitzer in Rostock und Umgebung organisieren,sowie - ganz wichtig- mehrere Tierarztpraxen organisieren. Dann kann ich jeden Notfall gezielt weiterleiten und anschließend dort abholen. Igelfinder sollten sich darauf einstellen,dass eine äußerst günstige Pauschale von 29€ (2x Pizza mit Getränk????) beim Tierarzt fällig wird. Die restlichen Kosten trage ich und die belaufen sich je nach Verletzung mit Nachbehandlungen auf durchschnittlich 80€. Dazu kommen Futterkosten und Materialien für die Versorgung auf mich zu. Igel retten heißt auch erträgliche finanzielle Verantwortung und nicht,dass man Tiere aufsammelt und irgendwo ablädt.Hoffnungslose Fälle sind in der Tierklinik abzugeben, die HRO übernimmt die Kosten für die Euthanasie....allerdings nur in der Tierklinik Rostock und nur für die in Rostock gemeldeten Personen. Das heißt, Entlastung für das gesamte System. Es ist auch nicht Sinn und Zweck der Sache, leicht verletzte Igel in Tierarztpraxen und der Tierklinik abzugeben....die haben bereits mit ihren Patienten genug zu tun. Das ist dann die Angelegenheit von Igelstationen und Pflegestellen. Es sollte auch im Anschluss an eine Behandlung,die richtige und sehr zeitaufwendige Pflege gesichert sein. Ziel ist ein Netzwerk mit Teamarbeit aus Tierärzten und Pflegestellen zu organisieren.

 

Auf längere Sicht gesehen,arbeite ich daran,dass das Land grundsätzlich die Kosten für die Kollateralschäden dieser Gesellschaft wenigstens für naturgeschützte Arten in voller Höhe übernimmt,bevor beispielsweise Förderprogramme für Mähroboter finanziert werden,die besonders alle Kleintiere im Nachtbetrieb töten und Igel schwer verletzten. Es wird genug Schnichschnack gefördert und die wichtigsten Angelegenheiten bleiben auf der Strecke.

 

Ablauf: Igel bei mir registrieren lassen und gezielt an entsprechende Stelle weiterleiten.Einsparung von 29€ (ca.20%) Tierarztkosten durch Eigenanteil,sowie Einsparung von kostbarer Zeit durch Abgabe beim Tierarzt durch den Finder.

Wer Tieren helfen möchte,sollte das auch in seinem möglichen Rahmen tun und nicht die gesamte Verantwortung auf andere abladen! So wie es hier in den letzten Monaten (37 Notfälle) abgelaufen ist,kann es nicht weitergehen! Es werden gezielt Tierärzte gesucht,die sich an die Richtlinien für Tierärzte von Pro Igel halten,um ein einheitliches Konzept für alle Beteiligten als Grundvorraussetzung für Teamarbeit Praxis/Pflegestelle zu ermöglichen.

 

24.06.2020  Die Lage normalisiert sich. Alex Zustand verbessert sich,nachdem nach einem Labortest die Ursache geklärt werden konnte. Molly,die Igeldame mit schwerer Kopfverletzung und Oberkieferbruch,ist nach erfolgter Nachuntersuchung wieder ok. Allerdings gibt es erst einen Testlauf in meinem Garten....nicht das da noch nachfolgend Entzündungen auftreten. Gestern konnte ich wieder 2 Handaufzuchten auswildern. Ein Igelmännchen muss noch zunehmen,nachdem er völlig geschwächt mit 380g hier abgegeben wurde. Auch Ballou kann die Tage wieder raus,muss sich allerdings noch ein wenig an sein Handycap ,,Blindheit" in meinem Garten gewöhnen. Die letzten 2 Handaufzuchten,die erst im Mai aus dem Winterschlaf erwachten,werden gerade auf ihr wildes,neues Leben vorbereitet und im Laufe der nächsten 2 Wochen ausgewildert. Momentan sind 10 Igel von insgesamt 37 Notfällen ab Januar noch unter meinen Fittichen. " 3 Igel machen mir große Sorgen und verbleiben auf unbestimmte Zeit.

 

 

 

19.06.2020 Ich werde mich jetzt darum kümmern,dass ich nicht sang und klanglos untergehe und die finanzielle Ruine erklimme. Gott sei Dank kommen seit letztem Wochenende wieder Urlauber,sodass ich endlich mal seit Ostern Rechnungen bezahlen kann.Ob ich will oder nicht....hier ist erst mal Igel- Aufnahmestopp.Das restliche Geld auf meinem Igelkonto brauche ich für Futter und Medikamente meiner derzeitigen  Langzeit-Patienten,die irgendwie nicht gesund werden wollen.   Da ist zum Beispiel Alex,eine putzmuntere Igeldame mit stattlichen 1200g,die echt die Nase voll hat und raus will. Erst hatte sie Würmer,war geschwächt,nahm wieder zu.Dann entwickelten sich Abszesse , die auch wunderbar abheilten.Kurz vor ihrer Auswilderung,Termin stand schon fest, stellte ich Blutungen aus dem Darm fest.Dafür gibt es mehrere Möglichkeiten. Allerdings verliefen alle Maßnahmen z.B. gegen Darmsaugwürmer im Sande. Nebenwirkungen des Antibiotikums? Ich behandel jetzt gegen Darmentzündung mit Schonkost, Reisschleim,Heilerde und aufbauenden Darmbakterien. Ob` es  hilft??? Wir werden sehen. Dann gibt es noch Franzi,die ständig neue Entzündungen im Bein entwickelt.Heilungsverlauf gut und nach dem Testlauf im Garten vor der Auswilderung geht es von vorne los. Muss dringend abgeklärt werden,ob da ein Fremdkörper im Spiel ist. Pia ist eine Igeloma,die auch ständig kränkelt.Molly hatte einen schlimmen Unfall mit schwerer Kopfverletzung und beidseitigem Oberkieferbruch. Frisst und randaliert gut und will raus. Hier muss dringend eine Röntgenaufnahme gemacht werden,ob alles gut verheilt ist. 2 weitere müssen noch zunehmen-waren halb verhungert.

 

18.06.2020 Ebenfalls ist bis zum Herbst eine umstrukturierte tiermedizinische Versorgung zu organisieren,die für alle Seiten ein entspanntes Arbeiten möglich macht. Nach 4 telefonischen Anfragen haben mich 2 Telefonate bereits positiv überrascht und Termine vereinbart. Es wäre auch sinnvoll,wenn 2 oder 3 Tierarztpraxen mitmachen,damit man das aufteilen kann und die Stacheltiere nicht zur Last im normalen Arbeitspensum werden. Ich wünsche mir Tierärzte/innen für die auch Artenschutz eine wichtige Angelegenheit ist. Die Igelpopulation war noch nie so gefährdet,wie momentan. In den letzten Jahren hatte ich von Januar bis Anfang Mai selten Notfälle.In diesem Jahr 37 Fälle durch die milden Temperaturen,Insektenmangel und die viel zu frühen Aufräumarbeiten in den Gärten. Das Artensterben ist im vollen Gange,auch bei uns vor der Hautür. Fakt ist,wenn das Ökosystem zusammenbricht,sind wir dran. Ohne Tiere werden wir zum Wüstenplaneten oder wir saufen durch die Erderwärmung ab. Das ist noch die Frage,was zuerst eintrifft. Es ist auch noch die Frage,wie Corona sich entwickelt und wieviel Pandemien uns in den nächsten Jahren erwarten. Fakt ist: Die Erde ist schon mit den Dinosauriern fertig geworden und wird auch uns los,wenn wir nicht mehr ins Ökosystem passen und uns als Ökoschädlinge erweisen.Eigentlich logisch,oder?

 

14.06.2020 ,, Meine Nerven sind empfindlich ...und mein Blut ist sizilianisch" sang bereits Udo Lindenberg.Da kommt Panik auf und die Menschen sind vor mir auf der Flucht. Besonders wenn man seit Ostern kein Einkommen hat,Bauarbeiten still stehen,Möbel verspätet geliefert werden und man auf den letzten Drücker so ziemlich alles erledigen muss und nebenbei auch noch das Auto ständig streikt und ständig zum Tierarzt, sowie 20 Igel auswildern muss.

 Heute sind endlich wieder Urlauber eingezogen und die Durststrecke neigt sich dem Ende zu. Ich muss jetzt leider kürzer treten und die Leute selbst zum Tierarzt schicken. Vielen Dank an Antje F. Wo es ganz mies aussah kam Deine Spende,die immerhin 3 Igeln wieder mal geholfen hat. Eine Zwangspause ist dringend erforderlich.Ich muss dringend Luft holen,essen ,schlafen und unbedingt mal zum Friseur.

 

12.06.2020   Das Elend was sich mir momentan bietet, macht mich  agressiv und depressiv. Mit Pflege hat das nichts mehr zu tun. Für die Hälfte kommt jede Hilfe zu spät .Ich bin auch nicht für das einschläfern zuständig.Meine Mission ist retten und nicht töten. Dazu kommen viele Tierarztbesuche mit langen Wartezeiten,die ich momentan überhaupt nicht habe und ein ehrenamtliches Pensum , jenseits von gut und böse. Kaum Schlaf, ungeregelte Mahlzeiten,Zeitdruck und ein dadurch quängeliges unfreundliches Auftreten.Das sorgt bei meinen Mitmenschen nicht gerade für Begeisterung.....was man auf gar keinen Fall persönlich nehmen sollte. Tierschutz drückt auf die Psyche und mein gutes Sozialverhalten Menschen gegenüber,hat deutliche Risse bekommen. Ich habe deshalb die Reißleine gezogen. Die Tierarztpraxis dreht auch am Rad.Wir haben momentan eine Hunde und Katzenschwemme,weil sich viele Leute neuerdings 2 oder 3 anschaffen,nicht kastrieren lassen etc. Dazu kommen jede Menge Qualzuchten (z.B.Möpse oder Bulldoggen). Die Leute stehen Schlange,,weil die so schön schnarchen". Leute, dass sind akute Atemprobleme.Warum schafft ihr Euch nicht gesunde Hunde an,denen die Nasen nicht weggezüchtet wurden und schnarcht selber?  Da bleibt für Artenschutz,wie beispielsweise verletzte Igel,kein Raum und keine Zeit mehr. Da wundert sich der ein oder andere,dass mir der Geduldsfaden reißt. Mal abgesehen davon: Das führt meinerseits zu ärgerlichen Äußerungen. Ich muss und werde nur noch Igel annehmen,die bereits von Tierarztpraxen  behandelt wurden,damit sich das auf alle Tierarztpraxen verteilt und nicht nur auf eine. Der Chef...ebenfalls gestresst....hat mir gestern die rote Karte gezeigt.  Warum sind die meisten Mecklenburger eigentlich sofort eingeschnappt,wenn jemand etwas kritisiert,was immerhin auch eine Anregung sein könnte,was zu verbessern?Momentan habe ich noch 8 besonders aufwendige Pflegefälle. Dazu kommen  noch 8 von 20 Handaufzuchten,die dringend ausgewildert werden müssen. Es mangelt an Zeit und geeigneten Auswilderungsplätzen. Das sind pro Igel auch noch mal 3 Stunden mindestens,weil die AW-Plätze im Umkreis von 50km liegen. Meine Urlauber, die den Hauptteil dieser TA-Kosten finanzieren,stehen auch bereits in den Startlöchern.Dank Corona bin ich spät dran....da gibts noch viel zu tun! Ich will nicht jammern,das ist mein normaler Wahnsinn :)  Schönes Wochenende!

 

16. Mai 2020 Hallo ihr Lieben! Erst einmal denjenigen ein dickes Danke schön,die mir finanziell durch die Corona Zeit mit vielen Igelnotfällen geholfen haben. Es gab viele Gartenopfer,die mit Rasentrimmern schlimm verstümmelt wurden,mit Hacken und Mistgabeln verletzt worden sind,einige Bisse mit bösen Eiterabszessen und völlig abgemagerte Alt- und Jungigel aus den Rostocker Stadtteilen.Einigen fehlten die Pfoten,eingeschlagene Gesichter verbunden mit akuter Atemnot,Trümmerbrüche. Schlimm. Alle bundesweiten Igelstationen hatten durch Corona und die milden Temperaturen richtig Stress,weil die Gartenarbeiten viel zu früh stattfanden. Ich habe eine echte Sinnkrise und denke mit Schrecken an dieAuswilderung meiner Handaufzuchten ab Montag,wo wahrscheinlich die Hälfte meiner kleinen Deppen das erste Halbjahr nicht überleben werden,weil sie gleich irgendwo ins Fettnäpfchen treten. Jetzt ist bei mir in der Nähe auch noch eine Großbaustelle,wo bereits seit Dezember gehaust wird wie die Vandalen. Das war ein wunderschönes Grundstück mit vielen Büschen. Kein Wunder- von meinen Stammigeln,die seit 2 Jahren regelmäßig an meiner Futterstelle erscheinen,ist die Hälfte verschwunden.Einer lag vorgestern am Tag in meiner Futterkiste und hat förmlich darauf gewartet,dass ich ihn finde. Stumpfes Trauma,ein Auge fehlte komplett. Ich dachte erst, da ist nicht mehr viel zu machen. Gott sei Dank ist nichts gebrochen.Nach gründlicher Wundreinigung der eitrigen Augenhöhle, sowie Schmerzmittel und Rescue Tropfen hat er sich dann doch entschlossen,ganz nach dem Motto -nur die Harten,kommen in den Garten- sich erstmal den Bauch vollzuschlagen. Es geht ihm heute ganz gut.Ich hoffe,da kommt nicht noch Nachschlag. So ein Kopf- Baustellenunfall ist nicht ohne. Und dann schleppt sich der Kleine (480g) noch 250m bis in meine Futterkiste? Ja manchmal wundere ich mich selbst,was hier so alles passiert. Es gab noch weitere Glücksfälle und......z.B. habe in den letzten Monaten viele nette Igelfinder kennengelernt.Ich hab schon gedacht,die Leute spinnen alle. Es gibt Ausnahmen und ich wurde  von Kleingeistern verschont. Manchmal raste ich schon am Telefon aus....besonders bei Fake-Anrufen. So.....draußen gibt es viel zu erledigen,5 Gehege und 16 Käfige.... mit Igelkacke....die muss weg. Schönes Wochenende!

 

 

 5.April 2020 Ich brauch nicht nur eine FB Pause,sondern auch Zeit für meine Igel.Gleich kommt wieder ein Notfall.Nixx mehr mit posten. Das große Erwachen meiner 20 Winterschläfer dürfte auch nicht mehr allzu lange auf sich warten lassen? Bis demnächst und bleibt Corona-frei!

5.April 2020 Nach einem Jahr Unterschriften sammeln bei Facebook,frage ich mich,ob die Welt nicht an den sozialen Netzwerken verreckt? Wenn ich länger als eine Stunde im Netz unterwegs war,hatte ich leicht depressive  und teils auch agressive Anwandlungen.Sicherlich war es hilfreich,aber der Preis für meine Geduld war ziemlich hoch:Tierquäler-Videos direkt vor meiner Nase,Verschwörungstheorien,kilometerlange Kloopapier-Debatten,jede Menge Halbweisheiten,Weltuntergangsstimmung? Brauch man das? Kein Wunder,dass unsere Jugendlichen in ihrer geistigen Wachstumsphase sichtlich verblöden und Tierquälerei bei den Gören zum Normalzustand wird? Also keine Likes mit Herzchen und grün abkotzen! Wird Zeit,dass ich die MR-Aktion so schnell wie möglich abschließe und mich wieder auf das Leben vor meiner Haustür konzentriere.Es wird warm und ich muss 20 Igel auswildern.Na,immerhin haben sich einige,wenige Leute als potenzielle Auswilderungsstellen geoutet. Also bei FB das nötigste erledigen und ganz schnell wieder weg! Twittern und instagrammen?Never Ever!

 

Jahresbilanz 2019 - 60 Prozent der Igelnotfälle konnten gerettet werden!

Es wurden 2019 insgesamt 62 Igel von mir aufgenommen, 27 wurden bis Herbst 2019 wieder ausgewildert,davon 10 Handaufzuchten aus 2018. 18 Winterschläfer,davon 14 aufgezogene Igelsäuglinge Herbst 2019, sind zur Zeit im Bestand. Insgesamt mussten 2019 leider 9 Igel eingeschläfert werden und 8 Igel verstarben auf Grund schwerer Verletzungen kurz nach der Einlieferung.

2020 kamen vier Winternotfälle dazu,die ebenfalls auf ihre Auswilderung im Mai warten.

Die Tierarztkosten für 2019 beliefen sich auf rund 2600 Euro,davon wurden erstmalig  rund 2400 Euro durch Spenden mobilisiert und die Futterkosten zu 50 Prozent durch Kostenbeteiligungen der Finder reduziert.Rund 1500 Euro wurden von mir selbst übernommen und zusätzlich 10 neue Winterplätze,sowie 2 Außengehege geschaffen. Ohne Eure Unterstützung wäre das nicht möglich gewesen!  14 800 Unterschriften beteiligten sich an der Mähroboteraktion und ermöglichten bis heute eine beispielhafte Öffentlichkeitsarbeit,um Hersteller und Käufer zu informieren. Zusätzlich konnte ich gemeinsam mit dem NABU die Hansestadt Rostock überzeugen,dass bei der Beräumung von Kleingartenanlagen auch Igel ,als aussterbende Tierart, berücksichtigt werden (sollen). Mal sehen,ob es auch umgesetzt wird???

 Igelverletzungen: Das Jahr 2019 begann mit 3 Winternotfällen, die bei Gartenarbeiten ausgebuddelt wurden. Später folgten 6 schwere Lungenentzündungen (3 laut Röntgenbild unheilbar) mit akuter Atemnot, 4 Zahnsanierungen, einige abgemagerte Patienten mit akutem Parasitenbefall. Der Sommer folgte mit schweren Verletzungen durch Gartengeräte, Hundebisse,Kopfverletzungen durch Autos und ein Igel,der getreten wurde. Bei diesen  Igeln war auf Grund der sehr schweren Verletzungen keine Hilfe mehr möglich. Zusätzlich vier Igel mit Madenbefall, wo 2 sofort eingeschläfert werden mussten. Das Zugeständnis des Jahres: Rainer, ein Igel mit Mähroboter-Unfall konnte operiert und nach mehreren Wochen Pflege wieder gesunden,weil der Mähroboter-Pilot sofort reagierte und auch selbstverständlich ohne zu zögern rund 240 Euro OP Kosten und Pflege übernahm.Der MR wird jetzt abends abgeschaltet. Einer weniger-Yeah!

Der Glücksfall des Jahres: Ein 250g kleines,abgemagertes Igelweibchen überlebte im Frühjahr 2019 durch herumstochern im Komposthaufen mit der Mistgabel drei Stichverletzungen und ein gebrochenes Bein. Ich würde behaupten,Klärchen ist dem Teufel 3mal von der Schüppe gesprungen,wurde mit erheblichem Kostenaufwand (600Euro) operiert und nach ca.3 Monaten quietschfidel wieder ausgewildert. 2 Stichverletzungen gingen haarscharf an der Wirbelsäule und oberhalb der Stirn am Kopf und Auge vorbei und trafen den Knochen am Schultergelenk. Die größte Herausforderung war,den Igel ruhig zu halten,damit das Implantat nicht verrutschte.Auch hier vielen Dank an alle,die sich kurzfristig an den OP-Kosten beteiligten.

Die traurigsten Ereignisse in 2019: In Groß Klein und in der KTV wurden 2 Igel zu Tode gequält, im Umland verendeten ein trächtiges Weibchen und ein Weibchen mit Säuglingen (Milch lief aus den Zitzen) in Elektrozäunen zur Wolfsabwehr. Also mindestens 12-15 tote Igel bei 2 Vorfällen.

 

 

14.03.2020 Hallo Ihr Lieben, es gab in den letzten drei Monaten viel zu tun. Ich musste die Mähroboter-Petition vorantreiben und konnte letztendlich 14 683 Unterschriften mobilisieren. Es wird schwierig ein Nachtverbot zu erzielen,aber letztes Jahr um diese Zeit war die Problematik noch unbekannt. Die dadurch erfolgte Berichterstattung dürfte bundesweit dazu beigetragen haben,dass jetzt viele Leute ihren Terminator abends ausschalten. Ich hoffe,dass die Bundesumweltministerin wenigstens eine Pressemitteilung rausgibt. Das gäbe noch mal Öffentlichkeitsarbeit vom feinsten. Zu meinen  Winterschläfern kam von Dezember bis gestern noch Notfälle dazu,die im Winterschlaf durch Gartenarbeiten gestört wurden oder vorzeitig wach wurden. Der Klimawandel wird für Igel ein großes Problem werden. Gestern kam noch Petra (800g) aus Börgerende, eigentlich sichtlich gesund,aber frühzeitig erwacht. Vielen Dank für das sofortige Engagement - liebe Familie Schmidt. Ich gehe entspannt in die neue Igelsaison,da wieder einige Spenden geflossen sind.War gestern beim TA habe Parasitenmittel,Verbandsmaterial und alles was man so benötigt, bestellt.Anschließend habe ich mich mit 10 Paletten Katzenfutter- für das große Erwachen- eingedeckt. Ich wünsche Euch einen schönen Sonntag!

 

31. Januar 2020 Es ist doch tatsächlich schon wieder ein Monat rum? Wird mal wieder Zeit für einen Eintrag. Also  langweilig wird es hier nicht.Vielen Dank für die Weihnachtsgeschenke. Ich konnte von Euren Spenden vor Weihnachten  Nikolaus, Gisela und Franzi wieder auf die Beine helfen und habe noch Reserven für 2 weitere Notfälle,die garantiert noch kommen.                                   Vielen lieben Dank !!!!!! 

 

Die Mähroboter Petition geht in die Endrunde- leider. Am 7.2. endet diese und wird nach 12 Monaten nicht verlängert. Eigentlich läuft die gerade erst richtig an. Gestern waren es alleine rund 190 Unterschriften. Es kommt gerade erst in den Köpfen an. Im November waren es noch ca.6000 und heute 11 200. Dienstag folgt noch ein Beitrag der Ostseezeitung auf der MV Seite für 100 000 Online Leser. Vielen Dank an alle,die im Hintergrund an den Fäden ziehen und Unterschriften mobilisieren. Die Petition wird an den Bundestag gesendet, um wenigstens auf diese Problematik hinzuweisen. Es wird schwierig  mit rund 12 000 Unterschriften ein Nachtverbot durchzusetzen,wenn die Grünen mit 300 000 gegen Silvesterböllerei schon Probleme haben? Warum? Weil letztendlich die Kommunen das letzte Wort haben. ÜBERALL SCHLUPFLÖCHER ! Immerhin hat diese Anti - Mähroboter und Facebook Gemeinde so viel Wirbel veranstaltet,dass jetzt eigentlich jeder Hersteller und Kunde informiert sein dürfte,das hier indirekte Tierquälerei durch die Nutzung betrieben und das Bundesnaturschutzgesetz für besonders  und streng geschützte Arten berührt wird.

Wenn von 250 000 Käufern  125 000 abends ausgeschalten,haben wir schon viel erreicht. Das ist der Anfang .... es geht weiter. Ich werde mich ab nächste Woche erst einmal bemühen herauszufinden, wer der zuständige Ansprechpartner ist. Mähroboter sind eine völlig neue Erfahrung für alle Behörden und schwer zuzuordnen. Weder in Schwerin, noch beim LUNG oder in Rostock kann mir jemand sagen,wer hier zuständig ist. Umweltministerium? Landwirtschaftsministerium/Tierschutz/? Verbraucherministerium? Unsere Kommunalpolitik? Nur vage Antworten. Das wird die Frage der nächsten Woche und hoffentlich beantwortet. Auf jeden Fall geht diese Petition an Umweltministerin Svenja Schulze in Sachen Artenschutz und nach Bayern in Sachen Tierschutz.  Schwerin bekommt eine Kopie zur Info.  600 Unterschriften aus MV sind definitiv zu wenig. Davon sind ca. 250 aus Rostock. Fakt ist, in Sachen Öffentlichkeitsarbeit war diese Aktion ein Riesenerfolg,der Rest insbesondere die Unterstützung durch die Bundesnaturschutzverbände sehr schwach im Verhältnis Mitglieder/ Unterschriften.

 

 

Heute aus der Igelpraxis: Am 27.Dezember 2019  kam Gisela,eine völlig abgemagerte Igeldame aus Reutershagen,die vorzeitig erwachte. Die Temperaturen sind auch nicht gerade winterlich. Allerdings hatten Innenparasiten die Wintervorräte in Mitleidenschaft gezogen.Nach der Wurmkur 3 Wochen war sie wieder fit und hat sich erstmal wieder hingelegt,nachdem ich sie wieder im Außenbereich untergebracht hatte.

 

Dramatischer wurde es am 2. Januar, als Urlauber aus Berlin mir Franzi vom Krakower See vorbei brachten.Diese abgemagerte Igeldame war schachmatt,dehydiert und zu schlapp,um Nahrung aufzunehmen.Sie kippte ständig um und konnte sich nicht auf den Beinen halten. Dazu kamen kleine eiternde Verletzungen an der Schulter,Beinen, die über den gesamten Körper verteilt waren, sowie eine Lungenentzündung durch Parasitenbefall und Kälte. Heute am 31.Januar gehts ihr wieder ganz gut. Hat 300g zugelegt, Wunden sind verheilt.Ich vermute,dass dieser Igel sehr wahrscheinlich tagelang im Stacheldraht oder ähnlichem festgehangen hat. Durch das freistrampeln kamen eventuell die Verletzungen und eine Zerrung im Schulter -Nackenbereich zustande. Allerdings hört sie sich bei Bewegung immer noch an,wie eine blubbernde Kaffeemaschine. Wurmkur,Dampfbäder und Antibiotikum wurden verabreicht und es bleibt abzuwarten,ob sich die Lunge regeneriert. Ich warte noch eine Woche und dann sollte ich ihr ein Winterschlaf-Quartier anbieten. Im Frühjahr sehen wir weiter.

 

25.Dezember 2019  Ich wünsche allen Igelfreunden und Unterstützern der Mähroboter-Aktion schöne Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr.Hier schlafen bis auf drei Igel alle und ich habe geplant,mich in den nächsten Wochen wieder verstärkt um die Unterschriftensammlung der Petition zu kümmern. Stichtag ist der 7. Februar 2020 . Vielen Dank für die weihnachtlichen Futterspenden für das große Erwachen im April-Mai. Momentan habe ich seit 6.Dezember noch Igelmännchen Nikolaus im Haus untergebracht. Dieser wurde bei Gartenarbeiten im Winterschlaf gestört und mit einem Gartengerät verletzt,wo sich die Wunde infiziert hatte. Diese Putzteufel können es einfach nicht lassen und pflegen ihren Putzfimmel. Mehrere Besuche beim Tierarzt zwecks Spülung der Wunde waren nötig.Die antibiotische Behandlung ist abgeschlossen und jetzt muss ich ihn noch eine Woche wachhalten,bis die Medis verstoffwechselt wurden.Dann geht auch der Nikolaus in den Winterschlaf und ich habe Betriebsferien,wo Öffentlichkeits- und Büroarbeit ansteht.

 

15.Dezember 2019 Leider läuft nicht immer alles planmäßig wie bei der Bundeswehr. Hier regiert das Chaos.Da kann es schon mal öfter vorkommen,dass geplante Auswilderungen wegen Witterungsbedingungen ausfallen,auch wenn dabei das ein oder andere Gehege völlig umsonst aufgebaut wurde.Sorry,aber da sollte eine Auswilderungsstelle mit klarkommen,wenn nicht alles so klappt,wie es abgesprochen war. Auf mein Bauchgefühl kann ich mich sehr gut verlassen. Mein Rückzieher war gut so,weil drei von den Igeln,die eigentlich noch raus sollten, 2 Wochen später Durchfall hatten und behandelt werden mussten. Dieses Jahr begann die Nachwuchsphase wesentlich früher als gewohnt. Das war für mich ebenfalls neu,da ich noch nie vor dem Winter Jungigel mit 700g hatte. Handaufzuchten sind Deppen.Ich bin kein Igel und kann ihnen nicht das Leben  erklären.Deshalb verbleiben Handaufzuchten definitiv und ab sofort über den Winter hier. Diese durchleben im Frühjahr erst einmal eine Übergangsphase im großen Freigehege , um das jagen nach Insekten zu lernen,bevor ich sie endgültig im Mai auf die Menschheit loslasse. Trotzdem vielen Dank für die bisherige Unterstützung  aus Brodersdorf.

 

06. November 2019 Herzlichen Dank an Anja Levien von der Bad Doberaner Ostseezeitung für den tollen Artikel.APPLAUS!!!! Besonders,dass meine Mähroboter Kampagne noch berücksichtigt wurde....SUUUUPER. Mit der angeschlossenen Spendenaktion habe ich überhaupt nicht gerechnet und ich war sowas von überrascht,das mein Igelkontostand mal mehr als 26Euro und ein paar Zerquetschte betrug. Es kamen doch tatsächlich am ersten Tag 150 Euro zusammen? Einen besonders Herzlichen Dank an alle OZ Leser,die mir diesen Monat wirklich unter die Arme gegriffen haben.Das war besonders nötig,nachdem mir ein Rentner im September 7 Igelbabys und die Mitarbeiterin vom DBR Ordnungsamt im Oktober3 ihrer 5 Schützlinge vorbeigebracht hatten,ohne mal daran zu denken,dass die Gören auch jede Menge fressen und kosten. Die Menge an Igeln machts!!! Da hätten Bürgermeister & Anhang prinzipiell auch mal sammeln können,oder? Zwei von den Bad Doberaner Igeln benötigten sofort erst mal eine Wurmkur (13Euro pro Igel). Der Dritte mußte direkt zum Tierarzt. Die 45€ TA Kosten wurden dann doch nach Diskussionen von einer Mitarbeiterin übernommen. Vielen Dank an Familie Kaiser,die immerhin 200 Euro bei der OZ Aktion gespendet haben.Nach dem ganzen Frust mit den äußerst sparsamen "Tierrettern" aus dem Umland, war meine schlechte Laune verpflogen  und ich konnte  immerhin noch eine Tierarztrechnung  für 1 weiteren Igel begleichen.Ich habe mich sowas von gefreut!  Im Oktober hätte es  ohne Euch und die anderen OZ Leser ganz schön bitter ausgesehen. Ansonsten gab es noch 2 Igel die noch rechtzeitig Ende Oktober  ausgewildert wurden und einen bösen Mähroboter-Fall. Immerhin hatte Sven ST.-der Mähroboterbesitzer- ein Einsehen und hat die Kosten 160€ für die erforderliche OP samt Nachbehandlung und meine Auslagen selbst übernommen. Ebenfalls Applaus für die Courage, überhaupt dazu zu stehen und die Verantwortung dafür zu tragen!!! Andere wären schnell weiter gegangen und der arme Kerl wäre nach mehreren Tagen elendig verendet. Das "Kleinkind" war bis auf die Wirbelsäule skalpiert worden und muss ganz schlimme Schmerzen gehabt haben. Sven St..... es hat sich gelohnt. Rainer...so habe ich ihn getauft....gehts wieder gut.Die Wunde ist fast verheilt und er wiegt schon 480g. Am Ende des Monats kamen noch 2 Igelteenies von rund 120 Gramm,die am helligten Tag in Ullas Silberlädchen in der Warnemünder Mühlenstraße hereinspaziert waren.Igel auf Shoppingtour :) Ja....manchmal erlebt man auch lustige Dinge. Abschließend tauchte noch Ewald junior 180g auf.Der konnte in letzter Minute von Ewald Senior89 Kilo (?) im Kurpark vor einem hungrigen Greifvogel gerettet werden. So kam dann noch mal der Obulus von Ulla und Ewald sen. für die Überwinterung ihrer Igel dazu. Es war wirklich viel los im Oktober und in Igelhausen ist momentan jedes Domizil belegt.Bei mir herrscht chronischer Mangel an Zeitungspapier für die kleinen Scheißer und ich schnorre mich durch die blauen Tonnen meiner Nachbarschaft. Das Telefon klingelt immer noch mindestens einmal täglich,aber leider sind auch mir räumliche Grenzen gesetzt worden. Nochmals vielen Dank an Euch  für den goldenen Oktober. Hier stapelt sich jetzt das Katzenfutter...der Tisch wurde von Euch bis Ende November reichlich gedeckt. Ich hoffe ja mal,dass dann die ersten ihr Winterschläfchen halten?

 

 

04.Sepember 2019 Eintrag Nr.3: Herzlichen Dank für die Spenden von Isolde Recht, Antje Falkner . Der Rentner mit den  heutigen 7 Igelbabys  bezieht eine Mindestrente und konnte nicht viel zum Unterhalt beitragen. Euer Beitrag reicht schon mal.

04.September 2019 Eintrag Nr.2: Heute brachte mir ein älterer Herr 7 Igelbabys,die ich eigentlich nicht annehmen wollte,weil ich schon genug Igel habe und mich dringend um die Öffentlichkeitsarbeit kümmern muss. Da sind z.B. einige asoziale Gören in Groß Klein,die abends mit Taschenlampen im Gebüsch Igel aufstöbern und tot-treten.Also diese Psychos würde ich gerne suchen und finden. Dazu müsste ich die Schulen recherchieren,wo diese abartigen Kinder vom Blockmacherring eingeschult wurden. Das kostet Zeit,Zeit,Zeit. Diese Gören sind im späteren Leben diejenigen,die Muttis mit ihrem Kind vor die U-Bahn schubsen oder die eigenen Kinder misshandeln. Es hat mich mehrere Telefonate in den Rostocker Justizbehörden gekostet,um den zuständigen Staatsanwalt zu erreichen,der diese Angelegenheit,die eine Frau zur Anzeige gebracht hatte,bearbeitet. Was haben minderjährige Kinder...teilweise unter 14 Jahren....abends spät gegen 24h noch auf der Straße verloren und was sind das für Eltern? Was sagt die Jugendgerichtshilfe dazu? Das würde mich brennend interessieren,denn solche Tierquälereien sind für den gesamten Natur-und Artenschutz ein Schlag ins Gesicht. Mal abgesehen davon,wieviel Zeit und Geld nötig sind,um einen Igel großzuziehen. Ich möchte,das dieses gestörte Pack vor mir steht und mir sagt,warum sie wehrlose Tiere tot treten und die Eltern wegen Vernachlässigung ihrer Aufsichtspflicht anzeigen. Dieses ganze Sozialpädagogen-Gequatsche von "Selbstfindung und Selbstbehauptung", der Kinder beim "Scheiben einschlagen,Mobbing und Tiere quälen" geht mir gehörig auf die Nerven. Die nächsten Generationen werden zwangsläufig Psychopathen,weil sie keine Grenzen mehr kennen und ihren Lehrern heute den Mittelfinger zeigen.Die müssen auf Grund der Gesetze auch noch lächeln,wenn sie die Treppe hinunter geschubst werden??? Armes Deutschland!

 

 04.September 2019   TIERSCHUTZ wäre eine tolle Sache,wenn es nicht so viele bekloppte Leute geben würde.Ich hatte in dieser Woche gleich mehrere Erlebnisse. NO GO NR.1 Zuerst kommt eine Mutter mit ihrem Sohn,die mir zuvor am Telefon versichert hatte,dass keine sichtbaren Verletzungen an dem Tier zu sehen wären.Ich hätte sie sonst zum TA geschickt. Als ich in den Karton sah wurde mir schlecht.Der Igel war überseht mit Fliegenmaden und hatte bereits keine Augen mehr. Auch das Ohr fehlte teilweise. Auch aus dem Maul quollen die Mistviecher und hier war nur schnelle Erlösung angesagt. Also bat ich diese Leute den Igel beim Tierarzt abzugeben und von seinen Qualen zu erlösen,was beide verneinten.,,Dann legen wir ihn ins Gebüsch,da kann er in Ruhe einschlafen",sagte der Sohn. Auch meine Einwände,dass dieser Prozess noch einen ganzen Tag dauern könnte,weil der Igel bei lebendigem Leib aufgefressen wird, konnte die "Tierfreunde" nicht davon abhalten ,mich quasi zu nötigen, selbst zum TA zu fahren. Mein Auto war leider in der Werkstatt und ich musste mir noch ein Taxi nehmen. FUCK YOU,Familie B. aus Lichtenhagen.Ich hoffe,ihr schreit irgendwann mal stundenlang vor Schmerzen und schlaft dabei ruhig ein!!!!

 

 06.August 2019 Ich konnte meine 2 Igeldamen Gertrud und Wilma mit Lungenentzündungen und Zahnproblemen nach Langzeitaufenthalten von ca. 3 Monaten gesund wieder auswildern. KLärchen ist nach nach erfolgreicher OP wieder auf allen Vieren in Kobrow unterwegs. Momentan gibt es noch Cordula aus Stäbelow auf meiner Intensivstation,die bereits 3 Wochen mit einer schweren Atemwegserkrankung zu kämpfen hat und der ich rund 500 Zecken nach der Einlieferung ziehen musste. Immerhin hat das abgemagerte Häufchen Elend rund 200g wieder auf den Rippen. Auch Stöpsel,ein stark abgemagertes Igelmännchen  aus Groß Klein ist bereits im Freigehege und darf nach schweren Verletzungen durch einen Rasentrimmer bald wieder gesund und munter in die Freiheit entlassen werden.

 

08.Juli 2019 Die Petition wird in den nächsten Wochen weiterlaufen, bundesweit ausgedehnt und an das Umweltministerium der Bundesregierung weitergeleitet.Die Pressemitteilung reicht mir nicht.Ich werde allerdings das Ministerium in MV ebenfalls informieren. Leider haben die Leute in MV nicht so viel mit den sozialen Netzwerken und Naturschutzprojekten am Hut. Sie sind schlecht erreichbar,sodass ich mit dem Rest der Republik mehr erreichen werde. Hoffe ich jedenfalls sehr!!!

 

 05.Juli 2019  Die Sache mit Klärchen,6000 Unterschriften und viel Arbeit!                                                                                                           Es Es gab im ersten Halbjahr nicht nur viel Bürokratie i.S. Mähroboter (über 6000 Teinehmer)und die Querelen mit der HRO i.S. Kleingartenanlagen,sondern auch viele Igel Notfälle.Insbesondere die erste Wärmephase mit nachfolgender Frostphase bescherte mir viele Notfälle mit teils schweren und tödlich verlaufenen Verletzungen. Die Winterschläfer wurden zu früh wach und irrten abgemagert und tagsüber auf ihrer Suche nach Futter durch das Stadtgebiet. Drei Fälle von schweren Hundebissen waren u.a. die Folge. Auch der Irrsinn bei den ersten Sonnentagen die Gärten aufzuräumen wurde für viele Igel zum Hindernisslauf. So wurde beispielsweise Igelfräulein Klärchen aus Kassebohm durch Hacke oder Mistgabel im Unterholz oder Komposthaufen schwer verletzt und bei mir abgegeben.Im Verlauf der folgenden Behandlung stellte der Tierarzt eine Faktur am linken Vorderbein fest, die mit hohen Kosten verbunden war. Allerdings kam eine Einschläferung für mich nicht in Frage,da Klärchen noch sehr jung und die Prognosen für eine Gesundung äußerst positiv waren. Ich möchte mich heute bei den Leuten bedanken,die einen erheblichen Beitrag durch ihre Spende geleistet haben,die direkt auf das Konto der Igelhilfe überwiesen oder bar gespendet und von insgesamt 620€ Tierarztkosten 570€ beigesteuert haben. So fielen für mich lediglich noch 50 Euro an. Leider hat sich die Finderin des Igels bis heute nicht beteiligt.Der Ertrag  aus ihrer bei Facebook initiierten Spendenaktion wurde bis heute nicht ausgezahlt. Was mich besonders ärgert ist,dass zwei Leute von meiner Community für einen bestimmten Zweck gespendet haben und das Geld nicht diesem Zweck zugeführt wurde. Diese Summe belief sich auf 90€. Trotzdem Danke liebe Cornelia Schicke und Isolde Recht, auch wenn das Geld nicht ankam....Euer Einsatz zählt und ich habe mich darüber sehr gefreut.  Ich habe den Vorfall bei Facebook gemeldet,allerdings haben die sich bis heute ebenfalls nicht geäußert. Aus diesen Fehlern kann man nur lernen.Wenn ich es technisch irgendwie hinbekomme,folgt noch ein Video. Ich bin halt eine SMUP (Erklärung dazu folgt im Eintrag vom 13.März).

 

Vielen,vielen Dank an Stephan Porst und Jana Klinkenberg (beide Fraktion Grüne),an Ilse Burkhard,Lisa Kozlowski,Marcel und Regina Heinle für Klärchens OP Kosten. Zusätzlich konnte ich durch die Spenden der Vormonate von Yvonne Gabriss, Axel Hinz,Jenny Jaksiewicz,der KGA Weisse Rose,Gregor Bruchmann und Antje Falkner bei vier Igeln aufwendige Zahnsanierungen in Höhe von rund 250 Euro finanzieren. Der Einsatz hat sich gelohnt.

 

Ein besonderes Dankeschön geht auch an Uwe und Ute Thiele für die monatliche Spende von 20 Euro für den blinden und tagaktiven Roland alias Rollmops (7-8 Jahre alt),der seinen Ruhestand auf meinem Grundstück genießt und gelegentlich überall ein Nickerchen macht...auch im Kaninchenkloo von Luise,im Katzenkörchen oder im Wäschekorb. Im Garten hat er sich zusätzlich drei Nester gebaut. Ganz schön wählerisch unser WG -Mitbewohner.Rollmops hat alle im Griff,frisst wie ein Scheunendrescher und meine Katze geht dem "Chef" aus dem Weg :) Eine wirkliche Bereicherung....wir haben alle sehr viel Spaß mit diesem Rabauken.

 

13.März.2019   Moin, war beschäftigt! Das waren  2 richtig anstrengende Monate,wo so ziemlich alles auf der Strecke geblieben ist,was warten kann. Zuerst musste ich mich als  SMUP outen (Social Media untaugliche Person)und bei Facebook :- (  anmelden.Danke an Dörthe ,von der  Initiative Kleingarten Rostock e.V.,für die Hilfestellung beim einrichten. Gleichzeitig kam Weltuntergangsstimmung auf,als ich die Nachricht erhielt,dass alle Kleingärten der Südstadt samt allen winterschlafenden Igeln auf der Schutthalde entsorgt wurden. Tagelang :-(   Es folgten einige Beschwerden an unser Umweltamt ohne Reaktion. Daraufhin musste ich eine Kommunale Aufsichtsbeschwerde beim Landesinnenministerium einreichen und unsere Amtsleiterin der Naturschutzbehörde schenkte mir dann endlich mal in einem Anschreiben ihre Aufmerksamkeit  mit den Worten der Bürokratie:,,Es waren keine beleg- und verortbaren Igel vorhanden". Der Geruch von Verwesung über dem Areal sagte mir was anderes :- (    Man teilte mir auch mit,dass in Bezug.. auf besonders geschützte Tiere...kein Handlungsbedarf bestehe....,was definitiv falsch ist und zu widerlegen war. Danke an Juliane Bätge vom NABU,denn Reden vor der Bürgerschaft ist nun wirklich nicht mein Fall. Gleichzeitig galt es den Termin beim Umweltministerium in Schwerin mit Petition und mehrseitiger Begründung vorzubereiten. So zog ich am 26.2. los, die Igelpopulation vor dem Terminator zu retten. Immerhin hatte ich 2000 Unterschriften,700 schlagkräftige Kommentare, Stellungnahmen vom NABU-MV,Aktion Tier ,Peta Deutschland und Pro-Igel im Reisegepäck nach Schwerin dabei,um deutlich zu unterstreichen,dass ich nicht GaGA bin und triftige Gründe für diese Aktion habe. Weitere schriftliche Unterstützung gab es von den drei Mädels der anderen Igelstationen.Danke an Corinna,Heidi und Regina aus Wolgast,Groß Potrems und Teterow! Ein besonderes Dankeschön auch an Marco Linstädt für zahlreiche Einladungen auf Seiten,wo ich meine Petition einstellen durfte. Wir schleppen uns mühsam Richtung 3000 Unterschriften,also sollte ich vieleicht mal wieder eine Werbetour auf Facebook unternehmen.Allerdings bin ich dann wieder tagelang deprimiert,weil die 248 Freunde und Anhang Tierquäler Fotos ins Netz stellen.Kein Wunder,dass unsere Kinder und Jugendlichen immer öfter an Depressionen leiden??? Die Ergebnisse meiner Exkursion durch die Politik steht ja bereits auf der Startseite. Ich bin nicht umsonst die parteilose SMUP: Die Politik redet mir zuviel und versinkt im Sumpf der selbst auferlegten Bürokratie. Einen schönen Tag noch!!!

 

6.Januar 2019 In ca.16 Wochen beginnt die Mähsaison und ich möchte dann so schnell wie möglich meine Igel-Gören auswildern.Wäre schade,wenn die gleich um die Ecke im Stolteraer Weg  vom Mähroboter zerschreddert werden,der auch nachts eingesetzt wird. Auch größere Igel sind gefährdet. Die Grünen können nicht viel machen,weil sie nicht im Landtag vertreten sind. Deshalb muss ich selbst aktiv werden. Habe jetzt mehrere Mails an das Umweltministerium gesendet. Zusätzlich werde ich den NABU, die Greenpeace Ortsgruppe und den BUND kontaktieren.Jetzt wird sich zeigen,was unsere Naturschutzverbände in Rostock so zu bieten haben und werde Euch meine Erfahrungen mitteilen. Wir brauchen dringend eine Arbeitsgruppe aus aktiven Artenschützern,die ein Konzept für die HRO entwickelt,damit Projekte,wie beispielsweise das Bienenprojekt nicht nach hinten los gehen!

 

 

01.Januar 2019 Ein FROHES NEUES JAHR !!!! Gott sei Dank ist die letzte Nacht vorbei. Zu meinem Entsetzen ist meine Katze bei der ersten Böller-Batterie um ca.16Uhr panikartig vor den Zaun gedallert und war dann spurlos verschwunden.Bin den ganzen Abend mit der Taschenlampe draußen herum gelaufen,um sie vor Mitternacht noch einzufangen,weil ich Angst hatte,dass sie in ihrer Panik vor ein Auto läuft.  War wohl nichts....der Abend war für mich gelaufen. ,,ICH HASSE SILVESTER". Katze kam erst heute morgen völlig verstört zurück... meine Singvögel im Garten sind auch alle verschwunden. Da wachsen mir Hörner...,,F*** them all". Sorry....das muss manchmal sein! Die Orgie hat mit Traditionen nichts mehr zu tun.Wann wird das endlich verboten?

 

31.Dezember 2018 Der Countdown läuft....für die größte globale Umweltsauerei mit Tierquälerei im neuen Jahr.  Wer kümmert sich wieder um den liegen gebliebenen Chemie-Dreck am Strand? Klar- ein paar verirrte Naturschutzaktivisten....wer denn sonst? Werde heute erst einmal meine Freigehege sichern, bevor mir die Ballaballa-Fraktion noch einen meiner Winterschläfer abfackelt. Silvester werden seit fast 40 Jahren bei mir die Luken geschlossen und ich halte mich unter Deck auf. Kriegszustand für mich, meine Haustiere und alle freilebenden Wildtiere. Passt heute nacht auf, dass ihr nicht über Deck ausrutscht und Euch Polen-Böller den Tinitus des Jahres verpassen. Cheers, kommt gut durch die Silvesternacht....ich tauche ab!

 

 

Jahresabschluss in Igelhausen. 2018 war seit Beginn meiner Igelhilfe das schlimmste Jahr. Der heiße Sommer bescherte mir zahlreiche Notfälle von halb verhungerten Igeln,die auf Grund der Trockenheit kein Futter mehr fanden. Dazu kamen zahlreiche Unfälle durch Gartengerätschaften,Hundebisse und scharfe Gegenstände mit tiefen Wunden,Absezzen und offenen Frakturen. Drei Igel hatten starke Vergiftungserscheinungen durch ausgebrachte Insektizide oder Giftköder mit akuten Leberschäden. Für viele kam jede Hilfe zu spät.Insbesondere die Langzeitpflegefälle waren sehr zeitaufwendig und kostspielig. Im Herbst folgte der Nachwuchs,der ebenfalls auf Grund der Hitze erst sehr spät geboren wurde und ich hatte insgesamt 86 Anrufe aus ganz M-V.  Leider auch viele Fake Anrufe! Leute,wollt ihr nur mal meine Stimme hören oder was soll das? Nein, es gibt keine rosafarbenen Würmer,die zwischen den Stacheln rumkriechen und ich hole auch keine Igel ab, die müsst ihr schon mal selbst vorbeibringen. Definitiv das erste Jahr, wo ich dauerbesetzt war. Umso schöner war es, dass sich einige bereit erklärten, ihren Igel mit meiner beratenden Unterstützung selbst durch den Winter zu bringen. Es gab viele Leute, die selbst oder finanziell tätig wurden und andere, die bequem ihre Verantwortung auf mich abwälzen wollten. Leider habe ich nur begrenzte räumliche und finanzielle Kapazitäten und kann nicht allen helfen.

Es gab auch viele schöne Momente und Begegnungen mit Tierfreunden, wo der Kontakt hoffentlich erhalten bleibt.Im Juni habe ich erstmalig eine finanzielle Unterstützung in Höhe von 1.750€ durch die Hansestadt Rostock erhalten und den Umweltpreis 2018 gewonnen. War auch dringend nötig....immerhin war das die Summe an Tierarztkosten,Medikamenten und Hilfsmitteln,die 2018 nach Abzug der Eigenbeteiligungen von Findern noch angefallen sind. Dann gab es noch 5 Futterspenden in Höhe von ca 400 Euro,die schon für meinen blinden  Dauergast namens Roland im Jahr fällig werden. Im Großen und Ganzen hatte ich letztendlich in diesem Jahr nur die Futterkosten von ca. 1000 Euro aus eigener Tasche zu zahlen. Was für ein Fortschritt.

 Ich habe mich sehr gefreut,  allerdings auch an den Reaktionen meiner Umgebung bemerkt,dass -allgemein- viele Leute wenig Verständnis dafür haben,dass man soviel Zeit und Geld in "Igel" investiert und die Stadt dafür auch noch Geld ausgibt. Wofür denn sonst?

Beispielsweise Millarden Euro für Silvesterböller oder Tausende Liter  giftigen Grünspanentferner,obwohl harmlose Schmierseife den selben Zweck erfüllt? Ich möchte mich lieber im Natur-, Arten- und Tierschutz engagieren,als auf sozialer Ebene. Da soll es bereits reichlich Leute geben,die sich allgemein ehrenamtlich oder finanziell für Grabsteine, Wickelkommoden oder Spaßveranstaltungen engagieren.....jeder eben so, wie er möchte.

 

 

20.Dezember 2018 Liebe Heidi-von der Igelhilfe M-V, bevor das Jahr zuende geht, möchte ich Dir unbedingt noch ein paar Zeilen widmen. Herzlichen Glückwunsch zum 25 jährigen Jubiläum Deiner Igelhilfe im Landkreis. Ich weiß nicht, wie Du das geschafft hast, denn mir geht schon im verflixten 6.Jahr oft die Luft aus. Ich wünsche Dir einen guten Rutsch ins neue Jahr 2019.

 

 7.Dezember 2018  Heute ist einer von diesen Horrortagen.Ich halte ja schon Abstand zu meinen Igeln.Zuviel menschlicher Kontakt kann für Igel tödlich enden.Allerdings ist das bei langfristigen Pflegefällen,die man täglich behandeln muss und die auch merken,dass man ihnen hilft nicht mehr so einfach.Da entwickeln sich Emotionen,ob man will oder nicht. War mit Volker alias Wolle (Eintragvom 29.Nov) beim Tierarzt und habe auf Grund der neuen eitrigen Entzündung einen Abstrich und Röntgenbild machen lassen. Was soll man also noch machen,wenn  der Knochen förmlich bakterienlos wegeitert? Da hilft auch kein Antibiotikum.Da geht gar nichts mehr. Nach drei Monaten musste ich ihn einschläfern lassen. Leute,ich bin richtig angefressen -meine Laune ist jenseits von gut und böse.

 

1.Dezember 2018 Es wird ruhiger in Igelhausen.Bis auf vier Igel schlafen alle oder befinden sich in der Übergangsphase zum Winterschlaf. Das könnte sich allerdings schnell wieder ändern,wenn die Temperaturen wieder über 10Grad steigen. Ich wünsche allen Besuchern meiner Seite eine schöne Adventszeit.

 

 29.November 2018 Nachdem sich Volker alias Wolle von seiner Verletzung erholt hatte,kam er Mitte Oktober ins große Freigehege,wo er sich unter einer Holzplatte ein eigenes Nest gebaut hatte. Die Vorderpfote nutzte er auch wieder für seine abendlichen Ausflüge durch meinen Garten und war erstaunlich schnell unterwegs. Seit einer Woche habe ich ihn nicht mehr gesichtet,obwohl der Fressnapf täglich leer war. Das kam mir spanisch vor und ich habe ihn dann mal ins Haus geholt,um nach dem Fuß zu sehen. Leider bestätigte sich meine Vorahnung.Er hat eine neue Entzündung,allerdings dieses Mal unterhalb des Ellbogens und Schultergelenk,die gerade behandelt wird. Der Fuß war ok.Nicht aufgeben,Dicker. Leider sind diese eitrigen Entzündungen sehr langwierig.

 

 24.November 2018 Heute kam ein neuer 990 Gramm schwerer Fall aus der Brahestraße. Laub hat durchaus seinen Sinn im Spätherbst, deshalb sollte man es auch liegen lassen und lediglich Gehwege und Rasenflächen abharken.Laubsauger sind ebenfalls ein NO-GO für den Artenschutz. Mit besten Grüßen an das Amt für Stadtgrün,die trotz Arten- und Naturschutzabteilung nicht in der Lage sind, Natur und Pflichtprogramm in Einklang zu bringen.

Ein im Winterschlaf befindlicher Igel wurde seines Nestes beraubt und lag dann einen Tag auf der Wiese rum, bis Alina so nett war, sich dem Stacheltier in seiner großen Not anzunehmen. Igel im Winterschlaf benötigen 24 Stunden um alle Körperfunktionen wieder vollständig zu aktivieren. Nachdem sie ihn bei mir abgegeben hat, bekam er gleich ein muckeliges Ersatzquartier, hatte auch kein Interesse irgendetwas zu fressen oder zu trinken,verzog sich in seine Herberge und schlief gleich weiter....Danke, Alina! Laub ist übrigens auch wichtig für unsere Amseln und Rotkehlchen. Nur hier finden sie im Winter die Insekten als Nahrungsquelle!

 

21.November 2018 Wie schön,dass es auch viele positive Momente in Igelhausen gibt. Mein Sorgenkind ,,Hope"  hat wohl den passenden Namen erhalten und ist  quietschfidel.Wiegt jetzt 600 Gramm und die Beinfehlstellung ist nur noch eine leichte Behinderung,die keine Beeinträchtigung für ein Igelleben in der Natur sein dürfte. Mit Physiotherapie - sprich täglichen Auslauf im Garten und Vitamin B Komplex gegen die Lähmungserscheinungen- hat sich die Beinmuskulatur wesentlich verbessert. Mal sehen wie es nach dem Winterschlaf aussieht.

 

Auch Yvette aus Güstrow hebt mein Stimmungstief in Momenten,wo ich ernsthaft darüber nachdenke die Igelauffangstation aufzugeben. Eigentlich bin ich ja für Güstrow nicht zuständig,aber bei dem Einsatz für ihren Gartenigel habe ich eine Ausnahme gemacht,obwohl ich rappelvoll belegt bin. Yvette hat nicht locker gelassen,ist nach Rostock zu meiner Tierarztpraxis gefahren, hat insgesamt 3 Behandlungen in Höhe von  90€ selbst bezahlt und  mir den Igel zur weiteren Behandlung vorbei gebracht.Alles nur mit ganz leichtem Wimpern zucken. Ihre Igeldame hatte eine extreme Hinterbein-Entzündung,verursacht durch einen Biss oder scharfen Gegenstand. Nach vier Wochen hat sie ihren Igel wieder abholen können und bringt ihn jetzt selbst durch den Winter. Als Dankeschön gab es noch 2 Paletten Katzenfutter für die anderen Igel und sogar Nervennahrung für mich.

 

 Ein weiteres Dankeschön gilt auch Klaus aus Evershagen,der sich ständig Gedanken macht,wie er mir und Tieren im allgemeinen weiter helfen kann. Besonderen Einsatz möchte ich auch Herrn Sass bescheinigen, der  viel Spaß dabei hat,sein Igelmädchen in Ivendorf (oder so ähnlich)durch den Winter zu bringen und gerne mal für meine Igel spendet. Vielen Dank auch an Hannelore,die eine Spendenaktion im Geburtstags-Kaffeekränzchen organisiert hat. Einige Lichter am Horizont,die mich in 2018 beeindruckt haben und das Stimmungsbarometer steigen lassen.

 

3.November Es wird endlich kälter und meine  Großen schlafen bereits in den Freigehegen. 10 Gören zwischen 450 und 650 Gramm machen noch Halligalli und dürfen abends noch für ein bis 2 Stündchen in den Garten,wenn es die Temperaturen ab 6Grad erlauben. Ist ja auch langweilig,nur im Käfig zu sitzen und wenig artgerecht,da sie im Käfig hin und her laufen,bis die Füße wund und blutig sind. Seit sie täglich Auslauf haben,sind meine Igel wesentlich ausgeglichener und die Fußsohlen intakt.

Im Laufe der letzten Jahre hatte ich Kontakt zu mehreren Igelstationen,wo die Käfige gestapelt sind und oft 50- 100 Igel täglich abgefertigt werden....im schlimmsten Fall in schlecht durchlüfteten Plastikboxen mit Deckel,wo jeder Igel auf Grund seiner eigenen Amoniakproduktion,Hustenanfälle bekommt,was dann auch noch fälschlicher Weise als Lungenwurm-Diagnose eingestuft wird. Dazu gibt es bei der Massenabfertigung billiges Katzenfutter mit wenig Fleisch,viel Fett und wenig guten Inhaltsstoffen. Bäckereierzeugnisse und Zucker haben im erhältlichen Igeltrockenfutter nun wirklich nichts verloren.Ab in die Tonne...vielen Dank für die Spende,aber da rümpfen nicht nur meine Igel  die Nase. Es ist auch nicht Sinn und Zweck der Sache,so viele Igel wie möglich anzunehmen,die letztendlich mit angefressenem Leberschaden ausgewildert werden. Die Zufütterung mit Rührei und gekochtem Hackfleisch 2-3mal pro Woche halte ich für sehr wichtig,weil die Portionen auf Grund des höheren Kaloriengehalts wesentlich kleiner ausfallen und für den Igelorganismus  besser zu verarbeiten sind.

 

 

 28.Oktober 2018 Ich bin echt politikmüde.Eure Fördergelder könnt ihr  behalten,ich habe keine baulichen Maßnahmen,außer ein paar Igelkisten für 25 Euro.Alleine die Anträge für bauliche Maßnahmen sind schon der Horror.Gehts noch umständlicher? Da muss für jede Schraube ein Kostenvoranschlag eingereicht werden.Ich kann auch keinen Verein gründen,weil ich keine Zeit habe,mich um den aufwendigen Vereinskram zu kümmern,finde aber auch niemanden,der Lust hätte mir diese Vereinsgründung abzunehmen,damit ich Spendenquittungen ausstellen kann.

Umweltpreis gewonnen? Gott sei Dank,die Hälfte des Preisgeldes habe ich schon bis zur Verleihung im Juni aus eigener Tasche bezahlt.Auf dem Igelkonto sind noch 12,75€. Der heiße Sommer hat mir zahlreiche Notfälle beschert.

 

 

 

 15.Oktober 2018   Ich bin überbelegt....alle Freigehege und Käfige bewohnt. 2 Baby-Notfälle sind bereits in meinem Schlafzimmer und im Bad untergebracht. Stau in Igelhausen. Wer schon immer mal wissen wollte,was eine Igelstation  von September bis Dezember so zu erledigen hat,der sollte jetzt weiterlesen:

 

Heute ist Montag,der Tag. Um 7 klingelt der Wecker.Dann stehen bereits meine Katze, ein Hase und meine beiden Möwen( Notfälle von 2012) in den Startlöchern und warten  auf ihr Frühstück.Auch die beiden Möwen sind mir wichtig,damit sie nicht nach weggeworfenen Brötchen auf der Stadtautobahn jagen müssen und dabei überfahren werden- also gibt es die erste Mahlzeit frei Haus als Tagesgrundlage. Immerhin mein Begrüßungskommitee,während der Kaffee durchläuft und die Katzenmilch für die Igel-Babys abkühlt. Mein Tagesplan sieht danach so aus.Erst die beiden Igelbabys füttern und die Unterkunft reinigen. Beides 4mal am Tag(8h,13h,18h und 23h)= 2Stunden Gesamtaufwand. Igelbabys sind sehr zeitaufwendig. Ein Wurf mit 5 Jungen bedeutet rund 5 Stunden pro Tag in den ersten Wochen bei 5-4 Einzelfütterungen mit der Spritze. Ab 90-100 Gramm fangen sie an selbstständig zu fressen.Fütterung 3xtäglich.Nach den Minis sind die größeren Igel dran.Wenn ich die Tür zum Wintergarten aufmache, ist meine Mieze auf der Flucht und mir entgleisen die Gesichtszüge. Sechs vollgeshiterte und urinierte Käfige sind mit dieser Geruchsnote kaum zu ertragen. Für die Reinigungsaktion brauche ich dann  gut 45 Minuten: Zeitungspapier und eine Lage Zewa raus und neues rein. 12 Futter und Wasserschüsseln aus den Käfigen wandern in die Spüle und werden mit kochendem Wasser desinfiziert und dann gespült. Anschließend muss ich mit 2 Igeln um 11h zum Tierarzt. Die Zahnsteinentfernung bei 2 älteren Igeln steht an.Wartezeit 45 Minuten,weil das Narkosegerät im Einsatz ist. Gegen 13h verlasse ich die Praxis ,kaufe auf dem Weg 6 Paletten Katzenfutter,Lebensmittel für mich und bringe den stinkigen Käfigmüll der letzten 3 Tage in den Container einer Bekannten,weil meine Tonne bereits überquillt. Mit etwas Verspätung warten bereits die beiden Igelbabys auf ihre Mahlzeit,während mein Frosta Fertiggericht vor sich hinköchelt. Gegen 14.45h lege ich erst mal eine Pause ein. Ab 18h steht der Kindergarten wieder an.Anschließend sind die 6 Igel in den Freigehegen dran,das heißt: 6 Igelkisten und 12 Näpfe reinigen,Gehege Kot entfernen und verschließen. Jetzt dürfen die Käfigigel im Garten spazierengehen und ich habe freie Bahn,um deren Käfige noch mal nachzureinigen und für alle 12 Insassen Futter anzurühren und Wassernäpfe bereit zu stellen. Vier Igel bekommen eine Wurmkur,ein Igel ein entzündungshemmendes Medikament und Hope Viamin B Komplex gegen die Lähmungserscheinungen. Zwischendurch wird der ein oder andere Igel noch gewogen,Katze und Hase versorgt und Igel Wolle-eigentlich heißt er Volker,weil der Namen im Zeitungsartikel verwechselt wurde, bekommt seine Kontroll-untersuchung am Vorderfuß . Gegen 21h werden die Teenies eingefangen und wieder in ihren Käfigen untergebracht,die Freigehege für die Großen geöffnet,die Außenfutterstelle für Freiläufer versorgt und ich liege um 21.30h auf meiner Couch,um später noch mal gegen 23h die 2 Babys zu versorgen. Dazu kommt die Hygiene in meinem Sinne...jeden Tag den Wintergarten reinigen,Spüle und Materialien desinfizieren,Gehegeteile und Dachpappe ausbessern,Neuzugänge versorgen oder im Frühjahr die Auswilderungsprojekte.

Fazit: Mehr als 15 Igel kann ich leider nicht aufnehmen A) aus Platzgründen B)um eine verantwortungsvolle Versorgung zu gewährleisten.Die ist meiner Ansicht nach mit 1 Person,Beruf und mehr als 15 Tieren nicht mehr gewährleistet C) aus hygienischen Gründen,denn irgendwie möchte ich noch  Mensch auf meinen rund 60m² Wohnfläche bleiben,wovon 10m² für aufwendige Pflegefälle benötigt werden.

 

 

 27.September 2018 Ich hatte heute einen mir wichtigen Zeitungsartikel in allen Tageszeitungen der SVZ. Diese Mähroboter machen mir wirklich Sorgen.  Wir haben jahrhundertelang nachts nicht gemäht und das ist auch völlig sinnlos und für alle nachtaktiven Tiere vom Nachtfalter bis zum Igel tödlich. Einfach den Nachtbetrieb von 17h-7h verbieten,wäre wirklich sinnvoll.Ich habe  beim Umweltministerium einen Termin beantragt und die Grünen wollen mich dabei unterstützen. Hat man wenigstens so gesagt.Allerdings bin ich mal gespannt,ob meine bisherigen Bemühungen fruchten. Die Politik wird allgemein immer langsamer,weil ewig und 3 Tage debattiert wird. Einfach mal weniger reden und schneller handeln? Bei den eigenen Pensions-Erhöhungen klappt das doch auch an einem Bundestagarbeits - Vormittag?

 

7.Juli 2018 Momentan sieht es ja nun mal so aus, dass  unsere regionalen Wildtiere bei der Hitze kaum noch Futter finden,während sich die Menschheit mit Eis und Burgern den Bauch vollschlägt,aber bereits an der Fettsucht oder Diabetes arbeitet. Sorry,Leute! Aber wenn ich morgen im Lotto gewinnen würde, haue ich das Geld reichlich für Natur- und Artenschutzprojekte raus...z.B. für die abgemagerten Eisbären,die Dank Klimawandel oder besser gesagt,Überbevölkerung der Menschheit, in den Polarkreisen verhungern.