Alles über mich

Tierärztin Stephanie Schmitz (r.) hat Erfahrung mit Igeln und ist meine Ansprechpartnerin in allen tiermedizinischen Igel-Fragen.  Foto: privat
Tierärztin Stephanie Schmitz (r.) hat Erfahrung mit Igeln und ist meine Ansprechpartnerin in allen tiermedizinischen Igel-Fragen. Foto: privat

Seit 2013 kümmere ich mich in privater Initiative in meiner Freizeit um hilfsbedürftige Igel. Mein Name ist Michaela Kleinsorge. Durch Zufall bin ich 2013 auf den Igel gekommen, als der erste und kranke Patient sichtlich angeschlagen durch meinen Garten torkelte. Es stellte sich die Frage,was mache ich jetzt? Nach Recherchen im Internet fand ich bei Heidi French in Groß Potrems eine einzige Anlaufstelle,die mir im späteren Verlauf erste Kenntnisse im Umgang mit Igeln vermittelte.  Meine Unterbringungsmöglichkeiten und Sachkenntnisse wurden vom Umwelt- und Veterinäramt kontrolliert und genehmigt,als sich die Häufigkeit von Igelnotfällen drastisch erhöhte. Ich arbeite ausschließlich nach Kriterien des Vereins Pro-Igel e.V., die sich seit vielen Jahren mit Biologen, Wissenschaftlern und Tierärzten mit dem Thema Igel auseinandersetzen.Zusätzlich arbeite ich im kleinen Rahmen,um hygienische und artgerechte Bedingungen mit tiermedizinischer Betreuung zu gewährleisten.  In Stephanie Schmitz ,Marie Siegle und Charlott Ross habe ich kompetente Tierärztinnen gefunden, die sich mit den mir wichtigen Pro-Igel Richtlinien und Praxiserfahrungen auseinandergesetzt haben und erfolgreich umsetzen. So konnte ich mir viele Sachkenntnisse in der Wundversorgung und für erste Hilfe Maßnahmen aneignen.

 

 Die Igelinitiative wurde von mir privat organisiert, bezahlt und von einigen Findern der Fundigel  mitfinanziert. Das muss sich ab 2019 allerdings ändern! Es reicht völlig,wenn ich jeden Tag 2-5 Stunden ehrenamtlich arbeite,stundenlang beim Tierarzt verbringe und die Unterbringungsmöglichkeiten stelle.  Pro Jahr werden durchschnittlich 50-70 Igel bei mir abgegeben.  Insbesondere Medikamente sind sehr teuer.

 Wer denkt, dass meine Arbeit niedlich und puschelig ist, täuscht sich gewaltig. Eiter, Blut, Parasiten und Fliegenmaden begleiten die tägliche Arbeit. Den niedlichen Begriff „Igelmutti“ empfinde ich daher  als sehr abwertend, denn hier gibt es wesentlich mehr zu tun, als Mutti zuhause zu erledigen hat. Im Durchschnitt kostet  jeder Igel  30 bis 100 Euro bis er wieder in die freie Natur entlassen wird.

 Warum gerade Igel?  Der Umgang mit Tieren und das Beobachten von allen Arten im allgemeinen bedeutet für mich Entspannung pur. Dazu gehören auch die Wildtierarten, die bei den meisten Leuten eher unbeliebt sind z.B. Möwen oder Füchse. Igel stehen unter Naturschutz. Leider ist der Mensch ihr größter Feind und hat es geschafft, diese seit Millionen von Jahren bestehende Art innerhalb der letzten 50 Jahre fast auszurotten. Da in MV noch zahlreiche Igel vorhanden sind, hatte ich 2013 beschlossen, hier Schadenzbegrenzung zu betreiben. Außerdem sind Igel durch ihre unterschiedlichen Charaktereigenschaften, die ich in den letzten Jahren kennenlernen durfte, liebenswerte Gesellen,die es nicht verdient haben, so sträflich behandelt zu werden.Ich würde mich auch als Hobby-Biologin bezeichnen,die gerne Verhaltensforschung nach Feierabend betreibt und  sich regelmäßig nachts mit der Taschenlampe auf die Igelsuche begibt. Auch das Entwicklungsstadium einer Silbermöwe über sechs Jahre vom Küken bis zur erwachsenen Möwe ist durchaus eine interessante Geschichte. Hier wäre Akzeptanz  im Alltagsleben der Leute,die an der Küste leben, dringend angebracht. Bis auf Flöhe, Zecken, Fliegen und Parasiten,wie beispielsweise Band- und Saugwürmer,ist mir jede Tierart herzlich willkommen und sollte respektiert werden.

 

Neben der Igelei mag ich: Filme, Gartenarbeit und Musik( Favoriten Metallica,Megadeth,Pink Floyd,Ramones,Prince). Lieblingsessen: Pasta. Skurile Filme: z.B. Shaun of the Dead, Harold&Maude,Jurassic Park und der Terminator. Lieblingsserien: Dr.House , Der Tatortreiniger und  Krimiserien

Allergische Reaktionen: auf Silvesterfeuerwerke, Plastiktüten,Kreuzfahrtschiffe und Frührentner,mit zwanghaftem Ordnungssinn im Garten.  Politik: Parteilos...weil      Lebensmotto: Nicht so viel reden,sondern machen! Wunschdenken: Wenn ich 20 Jahre jünger wäre,würde ich nach Neuseeland auswandern.  Wenn ich politischen Einfluss hätte,würde ich sofort erst mal Feuerwerke jeglicher Art , den Verkauf von Mährobotern und frei verkäuflicher Gartenchemie auf Grund von unnötiger Belastung für Mensch und Tier verbieten. Religion: Ich glaube daran,dass sich die Menschheit auf Grund Ihrer grenzenlosen Selbstherrlichkeit und Blödheit in den nächsten Jahren selbst zerstört, an Ian Malcolms Chaostheorie und die Prophezeihungen von Wissenschaftlern,die sich seit Jahren mit nichts anderem-als unserem Planeten- beschäftigen und ignoriert werden. AMEN. Ich hasse: Massentierhaltung und die wachsende Überbevölkerung der Menschheit, gegen die niemand etwas unternimmt, während wir uns selbstherrlich über die wachsende Population von Wölfen und das nicht reichende Kindergeld beschweren.

 Weiteres über aktuelle, erfreuliche und ärgerliche Ereignisse in Igelhausen,samt Hindergrundinformationen und Tagesablauf zur Igelstation mit Einblicken in den Alltag sind auf der Seite LOGBUCH  zu erfahren.