Herzlich willkommen auf der Homepage der Igelhilfe Rostock!                                                    Ich bin als kleine Pflegestelle  tätig. Alle  Plätze sind derzeit belegt. Bitte lesen Sie zuerst den nachfolgenden Text zur Erstversorgung, bevor Sie anrufen!                                    Falls Sie mich telefonisch nicht erreichen, wenden Sie sich bitte an nachfolgende Igelhilfen in M-V.

Weitere Kontaktadressen Igelstationen und Tierärzte für  Notfälle: 

 LRO und DBR:                               Igelhilfe MV /Netzwerk für Pflegestellen                                                                                                                                                                                                                                 Heidi French, Groß Potrems  und Igelstation Wolgast                                                                  Tel. 038208 - 13472

 PLZ 18513                                       Igelstation Christiane Ücker  /     Kirch Baggendorf                                                                         Tel. 038334-326

 Es wäre wünschenswert, wenn Sie bei der Übergabe ihres Igels bei einer Pflegestelle und Vermittlung einer Kostenübernahme  für  Medikamente, Wurmkur (25€) und Futter(1€/Tag durchschnittlich 20 Tage Aufenthalt) zustimmen. Alle Pfleger/innen sind berufstätig, sowie  ehrenamtlich in ihrer Freizeit mehrere Stunden im Einsatz. Die Stationen brauchen diese finanzielle Unterstützung. 

Tierärzte:   Ich persönlich hatte nicht mit allen, sondern nur mit folgenden Praxen Kontakt und  gute Igel- Erfahrungen:               Winkler und Richter ( Groß Klein), Dr Hammer, (Bentwisch) Henriette Bendlin (Innenstadt), Dr Müller (Sievershagen/Ostseepark) Die Behandlung ist kostenpflichtig (30-50€) Einige Tierärzte geben Tierschutzrabatt und können auch an Pflegestellen weitervermitteln! 

 

Achtung: Im Netz werden viele alte Klischees und Halbwissen verbreitet. Nicht jeder, der bei Facebook und Co Tipps gibt, hat Erfahrung oder eine  Genehmigung der zuständigen Behörden! Adäquate Pflegestellen werden  ausgebildet und ausschließlich von Igelstationen und Tierärzten weitervermittelt! Das jetzt jeder meint, er müsste sich mit zwielichtigen Netzkommentaren selbst darum kümmern, geht immer nach hinten los. Manchmal geht es um jede Minute, was Sie nicht einschätzen können. Es ist bereits öfters vorgekommen, dass einige Leute selbst tagelang mit Netzwerk-Tipps herumexperimentiert, erst dann eine Igelstation kontaktiert haben und jede weitere Hilfe auf Grund von falscher Selbsteinschätzung, Dehydrierung und Innenparasiten zu spät kam. Ein Tier ist kein Möbelstück und Selbstversuche in der Tierpflege sind definitiv nicht angebracht.

 

 

 HUNDEHALTER: Nehmt bitte Eure Hunde an die Leine. In einer Woche 3 zerbissene Jungigel zwischen 180 und 300g? Mir reicht es!!! Euer Verhalten ist verantwortungslos, wenn ihr wisst, dass Eure Hunde diesen Jagdtrieb haben und auf alles losgehen was sich bewegt.

 

                                     DAS SOLLTEN SIE VORAB UNBEDINGT WISSEN, BEVOR SIE ETWAS UNTERNEHMEN!                         September/Oktober:   Nicht alle Igelkinder, nur Säuglinge bis 120g) sind Notfälle! Die Jungigel ab 120g,                           laufen tagsüber gerne mal in der Umgebung ihres Nestes herum und erkunden neugierig ihre Umgebung. Ist das Igelkind geschwächt oder verletzt, frisst nicht und fühlt sich kalt an, erst dann besteht Handlungsbedarf - sonst nicht. Stellen Sie Ihren Mähroboter auch tagsüber ab und achten Sie auf Ihren Hund. Sollten Sie eine Igelfamilie in Ihrem Garten haben ,dann freuen sich alle über eine Schale Katzenfutter(ohne Gelee/ Sauce) und Wasser. Die akute Notfallzeit für untergewichtige Igel beginnt erst bei Bodenfrost und Nachttemperaturen unter 5 Grad, wenn es keine Insektentätigkeit mehr gibt.....vorher nicht! Im Zweifelsfalle rufen Sie bitte eine Station an.                           

 

Ganzjährig und für alle Igelgrößen gilt:

 

Igel hat sichtlich schwere Verletzungen oder fehlende Gliedmaßen ?  Wenig hoffnungsvolle Fälle, die z.B. durch Mäh-Arbeiten oder Autounfälle, Hundebisse schwere Verletzungen erlitten, akute Atemnot haben oder denen "beide" Augen fehlen, sind in der Tierklinik Rostock  abzugeben. Stellen Sie sich einfach vor, Sie hätten die selbe Verletzung in umsetzbarer Größe und Relation zu sich selbst. Was würden Sie an sich selbst behandeln und wann würden Sie zum Arzt fahren? Igelstationen sind für schwerverletzte Igel die falschen Ansprechpartner.

Wann sind Igel hilfsbedürftig?   Tagaktive große Igel sind sofort und ganzjährig hilfsbedürftig. Igelkinder nur, wenn sie geschwächt, verletzt sind oder bereits Nachttemperaturen unter 5 Grad herrschen.

Was mache ich sofort?   Igel im Winter warm, im Sommer kühl... und sicher vor Hunden und Rabenvögeln unterbringen, dann Igelstation kontaktieren. Wenn möglich vorher wiegen. Achtung! Igel sind Kletterkünstler. Karton mit Deckel und Luftlöchern wäre vorteilhaft.  Handtuch als Unterlage, mit 2.Handtuch zudecken, Deckel mit Klebestreifen sichern. 

Fliegeneier sofort entfernen. Geht am besten mit einer Zahnbürste! Ist der Igel unterkühlt, dann legen Sie ihn auf eine lauwarme Wärmflasche. Handtuch unterlegen. Die Temperatur sollte lauwarm sein, sonst droht ein Kreislaufkollaps. Wasser hinstellen und alle 2 Stunden maximal 1 Esslöffel Katzennassfutter(ohne Sauce und Gelee - im Sieb abwaschen) oder Rührei füttern. Geben Sie zu viel Futter im ausgehungerten Zustand, droht Exitus durch Organversagen!!! Keine Flohmittel ohne Absprache verwenden.

 Auf gar keinen Fall Schnecken und Regenwürmer anbieten, die Parasiten übertragen. 

 .

 Kann ich mich mit Krankheiten anstecken? Nein, gegen Flöhe und Zecken hilft ein Karton mit Deckel. Luftlöcher für den Igel nicht vergessen :) Die Außenparasiten verbleiben beim Tier und Liegeplatz. Innenparasiten sind nicht übertragbar. Ansonsten gilt nach Kontakt... Hände waschen!

  Was mache ich, wenn ich einen Winterschläfer versehentlich bei Gartenarbeiten ausgebuddelt habe? Auf keinen Fall unter einen Busch legen und mit Laub abdecken. Sie haben das wasserdichte Nest zerstört und den Igel vielleicht verletzt. Der Igel könnte erfrieren.....er schläft weiter und benötigt mindestens 24 Stunden, um aus dem Winterschlaf-quasi Koma -  zu erwachen, um sich in Sicherheit zu bringen. Unbedingt Igelstation kontaktieren und nach weiterer Absprache handeln.

 Geschwächte und unterkühlte Igel, Igel mit kleinen  Verletzungen oder Igel, die vorzeitig aus dem Winterschlaf erwacht sind, sollten Sie warm bei Zimmertemperatur unterbringen, mit Wasser, sowie Katzenfutter versorgen ( 1 Mahlzeit max. 1 Esslöffel ,nach 2 Stunden einen weiteren)und schnellstmöglich eine Igelstation kontaktieren. Kein Fall für Tierärzte!

 Beurteilen Sie selbst !  Würden Sie selbst behandeln(Igelstation) oder zum Arzt(Tierarzt) oder bei großflächigen Verletzungen direkt in die Klinik (Tierklinik) fahren?

 Weitere Tipps finden Sie ganz oben unter dem Register "Erste Hilfe"

 

Igelhilfe Rostock: Beratung( 10-11h und 16-17h) unter 0170 - 270182.  Falls Sie mich nicht erreichen, rufe ich zurück.   

Allgemeine Fragen (keine Notfälle) z.B. Presse, Mähroboter, bitte per Kontaktformular und E-Mail                                                                                 

 

 

 Nachtverbot für Mähroboter!   Aktuelle Infos zur Petition und Mähroboter Test in Dänemark!

 

Pro Igel hat in der Ausgabe 65 des Igel Bulletin einen  Mähroboter-Test mit 18 Modellen von einigen dänischen Initiatoren  in deutscher Sprache veröffentlicht. Richtig überzeugen konnte keins der Geräte. Allerdings bemüht sich die Initiative um eine Zusammenarbeit in Bezug auf Schadenbegrenzung im Wildtierbestand mit den Herstellern. Man kann diese Ausgabe 65 auf der Pro-Igel Homepage bestellen oder das Original in englischer Sprache  unter: https://doi.org/10.3390/ani11051191

 

Es stand ein Termin am 15.Oktober 21 an, der abgesagt wurde, da die Bearbeitung noch gar nicht stattgefunden hat.:

 

 Antwort per Mail vom BMU/Sachbearbeiter  Aktuelle Info zur  Petition 09/2021  In der Tat werde ich Ihnen bei einem Termin im Oktober 2021 keine neuen Informationen geben können. Wir prüfen derzeit den Novellierungsbedarf in der Bundesartenschutzverordnung und sind in diesem Zusammenhang auch gerne bereit, die Aufnahme eines Nachtverbotes zu prüfen. Allerdings bitte ich um Verständnis, dass ich mehr als eine Prüfung momentan nicht zusagen kann. Die Änderung einer Verordnung, hier die Bundesartenschutzverordnung, ist zudem ein längerer Prozess, der jenseits des hier in Rede stehenden Themenkomplexes mit einer Vielzahl von Fachfragen bis hin zur Taxonomie verknüpft ist.

 Um die Bevölkerung weiter zu sensibilisieren haben wir neben dem Beitrag auf der Seite „Umwelt im Unterricht“ auch unsere Homepage zum Thema „Stadtnatur am Haus und im Garten“ um einen Hinweis in Bezug auf Igel und Mähroboter ergänzt (https://www.bmu.de/stadtnatur/stadtnatur-am-haus-und-im-garten/).       

 

  Hauptinfo, am  März 2021   vom BMU zur Kenntnisnahme:

,,Das Thema Gefahr von Mährobotern auf Igel ist bekannt, auch verschiedene Naturschutzverbände weisen auf ihren Webseiten auf diese Gefahr hin. Bei einer künftigen Novellierung der Bundesartenschutzverordnung, die frühestens nach der nächsten Bundestagwahl geplant ist, werden wir die Aufnahme eines nächtlichen Nutzungsverbots von Mährobotern daher weiter prüfen. Dies ist aber leider ein langwieriger Prozess, der kurzfristig nicht zum Schutz von Igel beitragen kann. "

 

 

 

 Vielen lieben Dank an alle, die sich gegen Tierquälerei und die weitere Vernichtung der Insekten, Amphibien, Reptilien und aller Klein-Säuger Bestände mit ihrer Unterschrift eingesetzt haben.  Die 14686 Unterschriften wurden am 30.04.2020 beim Bundesministerium für Umwelt-Abteilung Artenschutz per Einschreiben zugestellt. Die Bearbeitung verzögert sich durch Corona. Erst nach der Bundestagswahl im Herbst 2021 soll an einer Ausarbeitung zur Schadenbegrenzung  gearbeitet werden. Im April gibt es ein persönliches Gespräch beim BMU und die obligatorische Übergabe der Petition, falls Corona nicht wieder den Termin nach hinten verschiebt.

 

 Bis dahin ?         Einfach mal abschalten und umprogrammieren !!!!!  

   Wir haben jahrhundertelang nachts nicht gemäht. Muss das sein? Nein!

Deshalb ist ein selbst auferlegtes Nachtverbot für den Einsatz von Mährobotern für nachtaktive Tiere und Insekten nach Einbruch der Dämmerung erforderlich!

Foto: Volker Bohlmann/SVZ

Gartenzeit - Leidenszeit? Mähen nach Einbruch der Dunkelheit gefährdet alle Kleintiere... von der Erdkröte, Ringelnatter bis zum Igel oder Mauswiesel....die Nachts auf Futtersuche sind.

  Mähroboter töten den Igelnachwuchs von August bis November und verletzen größere Igel ganzjährig schwer!

 Sprechen Sie Ihren Nachbarn unbedingt darauf an, dass er den Roboter "wenigstens" nach Sonnenuntergang ausschaltet und tagsüber sollten die Mähflächen  zwischen August und November vorher kontrolliert werden, denn der Igelnachwuchs  ist auch tagsüber aktiv und erkundet bereits die Umgebung in Nestnähe. Der Spaziergang endet tödlich. Ebenfalls gefährlich sind Rasentrimmer und Tellersensen die tagsüber eingesetzt werden und alle Igel in ihren versteckten Nestern schwer verletzen  und kurz- oder langfristig unter Qualen töten.Leider weisen die Hersteller nicht in ihren Gebrauchsanweisungen darauf hin und viele Kunden wissen das nicht!

Foto: SVZ Volker Bohlmann

 

 

Achtung - Nichts für schwache Nerven !     Jetzt folgen einige aktuelle Fälle der letzten 2 Jahre,z.B. ein 380g Igel, der bis auf die Wirbelsäule vom MR skalpiert wurde. Eine OP war erforderlich und die Heilung mit mehreren Tierarztbesuchen dauerte 9 Wochen. Der Igel namens Rainer konnte im Sommer 2020 wieder ausgewildert werden. Für viele Igel kommt allerdings jede Hilfe zu spät. 

 

Informieren Sie Ihre Nachbarn  ,die eventuell noch nicht wissen, was sie unbewusst  anrichten. Oder fordern Sie unsere Pressemitteilung vom Landwirtschaftsministerium über das Kontaktformular an. Die können Sie ausdrucken und anonym in den Briefkasten ihrer Nachbarn werfen.

 

 

 

 

                                                                                                                                                                                                                                                                                                           

                                                                                                                                                                                                                                                                                                 

Dieser Igel wurde  durch einen Mähroboter schwer verletzt. Die Oberlippe und ein Teil der Stacheln wurde  präzise von den scharfen Klingen abgetrennt. Spaziergänger fanden den Igel in der Nähe von Teterow und brachten ihn in die nächste Tierarztpraxis. Die Tierärztin vermittelte den Igel an eine Pflegestelle .Mehrere Behandlungen durch die Tierärztin und die Pflegerin Regina Heinle waren erforderlich.

 

Dieser Igel wog 600g,als er gefunden wurde und zeigte Abmagerungserscheinungen.Das heißt,dass sich die Igeldame bereits längere Zeit herumgequält hat, kein Futter mehr aufnehmen konnte und der Mähroboter auch vor größeren Igeln nicht abbremst.

 

Foto: Tierarztpraxis H.Böttcher

 

Tag 1 nach der ersten Behandlung zeigt deutlich, wie schwer die Folgen durch einen Mähroboter sein können. Die Igeldame hatte noch Glück im Unglück. Einen Zentimeter weiter ? Dann wären die Nase und das Auge weggeschreddert worden. Das Unterlid fehlt bereits. Den weiteren Verlauf der Behandlung von Tag 49 sehen Sie auf der Seite IGEL-PRAXIS.

 

Ich habe im September selbst Tests mit ausgestopften Wollsocken und einem Mähroboter gemacht. Fazit: Dieser bremste nur bei harten unbeweglichen Widerständen (Rasenkantensteinen,Strauch- und Baumstämmen,Mauern etc.) Alles was leicht nachgibt,wird systematisch überrollt. Da Igel keine Fluchttiere sind und sich lediglich einrollen, stellen sie für einen MR keinen Widerstand dar. Alle unterschiedlichen Versuchsobjekte waren im Test stark beschädigt worden.Foto: R.Heinle

 

Indirekt ist der §44 des Bundesnaturschutzgesetztes durch den Nachteinsatz des MR im Igelschutz betroffen,der besagt:

1.) Es ist verboten wild lebenden Tieren der besonders geschützten Arten nachzustellen,sie zu fangen,zu verletzen oder zu töten,ihre Entwicklungsformen aus der Natur zu entnehmen,zu beschädigen oder zu zerstören.

Fotos Galerie v.lks 1+2 Volker Bohlmann SVZ /Foto3 R.Heinle /Foto4 Markus Fries Foto5 R.Adam-Pro-Igel e.V/ Foto 6+7 Igelnotnetzwerk/ Foto8 Igelhilfe Münsterland/ Foto9+10 Torsten Riedel

 Ich bedanke mich bei  Angela Hoffmann und Volker Bohlmann von der Schweriner Volkszeitung, sowie bei Anja Levien und Andre Horn von der Ostseezeitung für die immer kompetent recherchierte, sowie schnelle Berichterstattung und die schönen Fotos!

Vielen Dank an rund 14 700 Tier und Naturschutzfreunde, die bisher die Petition unterschrieben haben und an  bundesweite Igelstationen,die mir viele Fotos von Mähroboter Unfällen vermittelt haben.Nur selten werden Vorfälle dokumentiert. An Juliane Bätge vom NABU/Radio Lohro , sowie an alle, die meine Arbeit unterstützen.

 

Mit Euch ist die Welt ein kleines bisschen besser und lebenswerter!!!