Herzlich willkommen auf der Homepage der Igelhilfe in Rostock –  für Stadtigel in Not! Ich übernehme aus Platzgründen lediglich Igel aus HRO, sowie Igel mit kleinen Wunden, geschwächte und unterernährte Igel. Die angrenzenden Orte am Stadtrand dürfen gerne anfragen. Die Landkreise LRO und DBR wenden sich bitte an die großen Igelstationen im Umland - Kontakt s.Seite ,,ERSTE HILFE".  Ich bin kein Verein,keine Behörde und kein Tierarzt!  Dies ist eine private Pflegestelle für leicht verletzte oder unterernährte Igel mit maximal 10 Plätzen,sowie auch ortsübergreifend eine Beratungsstelle für Leute,die nicht wissen,wie sie sich in dieser Situation verhalten sollen.  Mein Hauptanliegen ist Öffentlichkeitsarbeit für den Igelschutz. Sichtlich verletzte Fundtiere gehören in die Hände einer Igel erfahrenen Tierarztpraxis, die sich - dringend erforderlich- an den PRO IGEL e.V. Ratgeber für Tierärzte hält. Eine Kostenbeteiligung für Medikamente und Pflegemaßnahmen  ist grundsätzlich erwünscht. Es sei denn,Sie haben bereits die Erstbehandlung beim Tierarzt übernommen.Weitere Kosten für Folgebehandlungen und Pflege übernehme ich.

 Achtung......wichtige,aktuelle Mitteilung für Igelfinder:

 Momentan sind  zahlreiche Igelnotfälle zu verzeichnen.Meine Station ist belegt und es mangelt vorwiegend an freien Unterbringungskapazitäten. Dazu kommt der finanzielle Rahmen dieser ehrenamtlichen und privaten Versorgung.

 

Zur weiteren Vorgehensweise sollten Sie trotzdem anrufen. Igel, die durch Mäharbeiten und Hundebisse schwere Verletzungen erlitten haben,akute Atemnot haben oder denen "beide" Augen fehlen,sind in der Tierklinik Rostock abzugeben. Ansonsten sehe ich mir den Igel gerne an, muss Sie unter Umständen allerdings an eine Tierarztpraxis weiter verweisen. Ich bin kein Tierarzt,habe weder ein Narkose- noch ein Röntgengerät und nicht die erforderlichen Medikamente. Die Adresse von kooperierenden Tierärzten erfahren Sie bei der Anmeldung.

 

Ich übernehme  kurzfristig auf telefonische Anfrage erste Hilfe Maßnahmen bei geschwächten Igeln,die unterernährt sind,bis diese stabil sind,sowie die erforderliche Parasitenentfernung. Sollte kurzfristig ein Platz frei sein,ist eine Kostenbeteiligung von 30€ für Medikamente,Wurmkuren und Futter unter den gegebenen Umständen dringend erforderlich.

 

Allerdings haben Sie auch im Falle des Aufnahmestopps die Möglichkeit mit meiner Hilfe selbst tätig zu werden.Das heißt den Igel nach meiner Anweisung und bei Platzmangel mit Futter zuhause aufzupäppeln und gesund wieder auszuwildern. Zeitaufwand pro Tag: 2x10 Minuten.Anweisungen gibt es gratis dazu. Futterkosten für Sie:1€ pro Tag. Käfig stelle ich gerne leihweise  zur Verfügung.Bevor Sie den Igel wieder rauslassen,sollten Sie noch mal vorbeikommen und checken lassen,ob alles ok ist.  Bitte nur nach Anleitung und nicht selbst herumexperimentieren! Die Anweisungen im Internet sind teilweise katastrophal!

 

                                   Einfach erst mal anrufen und anmelden:  0170-7775708.  Dann sehen wir weiter!

                                  Sollten Sie mich telefonisch nicht sofort erreichen,rufe ich Sie so bald wie möglich zurück!

 

Wann sind Igel hilfsbedürftig? Was mache ich sofort?

Tagaktive Igel sind immer hilfsbedürftig und sollten sofort,bevor sie von Hunden gebissen oder Raubvögeln verletzt werden,in Sicherheit gebracht werden.Auch das Gewicht ihres Fundigels wäre beim Telefongespräch hilfreich. Nach Möglichkeit wiegen! Erst dann einen Ansprechpartner suchen! Werden Sie sich bewusst,dass Ihnen ein hilfsbedürftiger Igel nicht jeden Tag und vieleicht auch nur einmal im Leben begegnet! Helfen Sie ihm wieder auf die Beine!  Lesen Sie weitere Hinweise auf der Seite "ERSTE HILFE". Auf dieser Seite folgen allgemeine und aktuelle Themen zum Thema Igel:

 

Achtung- Augen auf beim Gärtnern !!!

Von März bis Mitte Mai wurden 17 Igel aus Rostock eingeliefert,die mit Hacken, Mistgabeln und -ganz schlimm-  von Rasentrimmern schwer verletzt wurden. Für viele kam jede Hilfe zu spät und die anderen sind immer noch in Behandlung oder haben mit Spätfolgen zu kämpfen. Insbesondere das milde Wetter und Corona führten dazu,dass viele Gärten und städtischen Anlagen viel zu früh aufgeräumt wurden. Igel liegen bis Ende April im Winterschlaf und wachen erst auf,wenn die Nachttemperaturen von ca. 8-10 Grad erreicht sind. Frühsommerliche Temperaturen am Tag zählen nicht,wenn es nachts sehr kalt ist.Es ist dringend und ganzjährig erforderlich,Mäh- und Arbeitsflächen vor der Bereinigung auf Nester zu überprüfen. Das betrifft auch die Bodenbrüter unter den Singvögeln.

 

Aktuelle Info zur Unterschriftenaktion der Petition -Nachtverbot für Mähroboter- Ablauf 7.März 2020!

 Vielen lieben Dank an alle, die sich gegen Tierquälerei und die weitere Vernichtung der Insekten,Amphibien,Reptilien und aller Klein-Säuger Bestände mit ihrer Unterschrift eingesetzt haben. Nachts mähen ist auf Privatgrundstücken nicht existenziell wichtig ! Die 14686 Unterschriften wurden am 30.04.2020 beim Bundesministerium für Umwelt-Abteilung Artenschutz per Einschreiben zugestellt. Alle Infos dazu folgen jetzt:

 

EINFACH MAL ABSCHALTEN ODER UMPROGRAMMIEREN !

 

 

 

 

 

   Wir haben jahrhundertelang nachts nicht gemäht. Muss das sein? Nein!

Deshalb ist ein selbst auferlegtes Nachtverbot für den Einsatz von Mährobotern für nachtaktive Tiere und Insekten nach Einbruch der Dämmerung erforderlich!

Foto: Volker Bohlmann/SVZ

Gartenzeit - Leidenszeit? Mähen nach Einbruch der Dunkelheit gefährdet alle Kleintiere... von der Erdkröte,Ringelnatter bis zum Igel oder Mauswiesel....die Nachts auf Futtersuche sind.

  Mähroboter töten den Igelnachwuchs von August bis November und verletzen größere Igel ganzjährig schwer!

 Sprechen Sie Ihren Nachbarn unbedingt darauf an, dass er den Roboter "wenigstens" nach Sonnenuntergang ausschaltet und tagsüber sollten die Mähflächen  zwischen August und November vorher kontrolliert werden, denn der Igelnachwuchs  ist auch tagsüber aktiv und erkundet bereits die Umgebung in Nestnähe. Der Spaziergang endet tödlich. Ebenfalls gefährlich sind Rasentrimmer und Tellersensen die tagsüber eingesetzt werden und alle Igel in ihren versteckten Nestern schwer verletzen  und kurz- oder langfristig unter Qualen töten.Leider weisen die Hersteller nicht in ihren Gebrauchsanweisungen darauf hin und viele Kunden wissen das nicht!

Foto: SVZ Volker Bohlmann

 

 

Achtung - Nichts für schwache Nerven !     Jetzt folgen einige aktuelle Fälle der letzten 2 Jahre. Der letzte  Unfall ereignete sich im Oktober 2019,wo ein 380g Igel bis auf die Wirbelsäule vom MR skalpiert wurde. Eine OP war erforderlich und die Heilung mit mehreren Tierarztbesuchen dauerte 9 Wochen. Der Igel namens Rainer schläft jetzt bis April/ Mai und kann dann wieder ausgewildert werden. Für viele Igel kommt allerdings jede Hilfe zu spät. 

 

Informieren Sie Ihre Nachbarn  ,die eventuell noch nicht wissen,was sie unbewusst  anrichten. Oder fordern Sie unsere Pressemitteilung vom Landwirtschaftsministerium über das Kontaktformular an. Die können Sie ausdrucken und anonym in den Briefkasten ihrer Nachbarn werfen.

 

 

 

 

                                                                                                                                                                                                                                                                                                           

                                                                                                                                                                                                                                                                                                 

Dieser Igel wurde  durch einen Mähroboter schwer verletzt. Die Oberlippe und ein Teil der Stacheln wurde  präzise von den scharfen Klingen abgetrennt. Spaziergänger fanden den Igel in der Nähe von Teterow und brachten ihn in die nächste Tierarztpraxis. Die Tierärztin vermittelte den Igel an eine Pflegestelle .Mehrere Behandlungen durch die Tierärztin und die Pflegerin Regina Heinle waren erforderlich.

 

Dieser Igel wog 600g,als er gefunden wurde und zeigte Abmagerungserscheinungen.Das heißt,dass sich die Igeldame bereits längere Zeit herumgequält hat, kein Futter mehr aufnehmen konnte und der Mähroboter auch vor größeren Igeln nicht abbremst.

 

Foto: Tierarztpraxis H.Böttcher

 

Tag 1 nach der ersten Behandlung zeigt deutlich, wie schwer die Folgen durch einen Mähroboter sein können. Die Igeldame hatte noch Glück im Unglück. Einen Zentimeter weiter ? Dann wären die Nase und das Auge weggeschreddert worden. Das Unterlid fehlt bereits. Den weiteren Verlauf der Behandlung von Tag 49 sehen Sie auf der Seite IGEL-PRAXIS.

 

Ich habe im September selbst Tests mit ausgestopften Wollsocken und einem Mähroboter gemacht. Fazit: Dieser bremste nur bei harten unbeweglichen Widerständen (Rasenkantensteinen,Strauch- und Baumstämmen,Mauern etc.) Alles was leicht nachgibt,wird systematisch überrollt. Da Igel keine Fluchttiere sind und sich lediglich einrollen, stellen sie für einen MR keinen Widerstand dar. Alle unterschiedlichen Versuchsobjekte waren im Test stark beschädigt worden.Foto: R.Heinle

 

Indirekt ist der §44 des Bundesnaturschutzgesetztes durch den Nachteinsatz des MR im Igelschutz betroffen,der besagt:

1.) Es ist verboten wild lebenden Tieren der besonders geschützten Arten nachzustellen,sie zu fangen,zu verletzen oder zu töten,ihre Entwicklungsformen aus der Natur zu entnehmen,zu beschädigen oder zu zerstören.

Fotos Galerie v.lks 1+2 Volker Bohlmann SVZ /Foto3 R.Heinle /Foto4 Markus Fries Foto5 R.Adam-Pro-Igel e.V/ Foto 6+7 Igelnotnetzwerk/ Foto8 Igelhilfe Münsterland/ Foto9+10 Torsten Riedel

 Ich bedanke mich bei  Angela Hoffmann und Volker Bohlmann von der Schweriner Volkszeitung,sowie bei Anja Levien und Andre Horn von der Ostseezeitung für die immer kompetent recherchierte, sowie schnelle Berichterstattung und die schönen Fotos!

Vielen Dank an rund 14 700 Tier und Naturschutzfreunde, die bisher die Petition unterschrieben haben und an  bundesweite Igelstationen,die mir viele Fotos von Mähroboter Unfällen vermittelt haben.Nur selten werden Vorfälle dokumentiert. An Juliane Bätge vom NABU/Radio Lohro , sowie an alle, die meine Arbeit unterstützen.

 

Mit Euch ist die Welt ein kleines bisschen besser und lebenswerter!!!