Herzlich willkommen auf der Internetseite der Igelhilfe in Rostock –  einer kleinen und privaten Auffangstation für Stadt- Igel in Not und Öffentlichkeitsarbeit.                                                                                      Sie erhalten Tipps und Kontakte bei Notfällen auf unserer Seite "ERSTE HILFE ".                                            Diese Igelinitiative ist kein Verein und erhält somit keine  Fördergelder und  wenig Futter-Spenden. Bitte haben Sie Verständnis dafür,dass diese private Einrichtung nur die artgerechte Unterbringung, sowie die Pflege und Fütterung übernehmen kann.  Die Pflegeplätze sind begrenzt und telefonisch anzufragen.

                            Auf dieser Seite folgen jetzt aktuelle Informationen zum Igelschutz in unserer Stadt:

 

Thema 1 Mähroboter  töten den Igelnachwuchs -auch größere schwer verletzte Igel betroffen - Petition für ein Nachtverbot  nach Einsatz der Dämmerung- unter https://www.openpetition.de/petition/online/igelschutz-nachtverbot-fuer-maehroboter

 

Thema 2 In Rostock hausen die Vandalen - Igel landen beim Abriss der Südstadt Kleingartenanlagen auf der Bauschutthalde.

Fazit: Wenn Menschen und Politik die Natur planen,kann das nur nach hinten los gehen!

 

                                                                                        Nachtverbot Für Mähroboter !

                          Mähroboter töten den Igelnachwuchs und verletzen größere Igel schwer

Denn sie töten den Igelnachwuchs und verletzen größere Igel sehr schwer. Verletzte Igel,die nicht zufällig gefunden werden, verstecken sich im Unterholz und sterben unter Qualen erst nach mehreren Tagen oder Wochen   Wir haben jahrhundertelang nachts nicht gemäht. Muss das sein? Nein!

Deshalb ist ein Nachtverbot für den Einsatz von Mährobotern für nachtaktive Tiere und Insekten zwischen 17h und 7h dringend erforderlich.

Foto: Volker Bohlmann/SVZ

Dieser Igel wurde  durch einen Mähroboter schwer verletzt. Die Oberlippe und ein Teil der Stacheln wurde  präzise von den scharfen Klingen abgetrennt. Spaziergänger fanden den Igel in der Nähe von Teterow und brachten ihn in die nächste Tierarztpraxis. Die Tierärztin vermittelte den Igel an eine Pflegestelle der Igelhilfe M-V. Mehrere Behandlungen durch die Tierärztin und Pflegerin Regina Heinle waren erforderlich.

 

Dieser Igel wog 600g,als er gefunden wurde und zeigte Abmagerungserscheinungen.Das heißt,dass sich die Igeldame bereits längere Zeit herumgequält hat, kein Futter mehr aufnehmen konnte und der Mähroboter auch vor größeren Igeln nicht abbremst.

 

Foto: Tierarztpraxis H.Böttcher

 

Tag 1 nach der ersten Behandlung zeigt deutlich, wie schwer die Folgen durch einen Mähroboter sein können. Die Igeldame hatte noch Glück im Unglück. Einen Zentimeter weiter ? Dann wären die Nase und das Auge weggeschreddert worden. Das Unterlid fehlt bereits. Den weiteren Verlauf der Behandlung von Tag 49 sehen Sie auf der Seite IGEL-PRAXIS.

 

Ich habe im September selbst Tests mit ausgestopften Wollsocken und einem Mähroboter gemacht. Fazit: Die bremsen nur bei harten unbeweglichen Widerständen (Rasenkantensteinen,Strauch- und Baumstämmen,Mauern etc.) Alles was leicht nachgibt,wird systematisch überrollt. Da Igel keine Fluchttiere sind und sich lediglich einrollen, stellen sie für einen MR keinen Widerstand dar. Alle unterschiedlichen Versuchsobjekte waren im Test stark beschädigt worden. Indirekt ist der §44 des Bundesnaturschutzgesetztes durch den Nachteinsatz des MR im Igelschutz betroffen,der besagt:

1.) Es ist verboten wild lebenden Tieren der besonders geschützten Arten nachzustellen,sie zu fangen,zu verletzen oder zu töten,ihre Entwicklungsformen aus der Natur zu entnehmen,zu beschädigen oder zu zerstören.
Foto: R.Heinle

 

Foto v.lks 1+2 Volker Bohlmann SVZ /Foto3 R.Heinle /Foto7 R.Adam-Pro-Igel e.V/ Foto 4,5,6,8 Facebook Igelnetzwerk M-V

 Der Igel-Terminator wird langfristig gesehen alle Igelbestände samt ihrer Nahrungsgrundlage ausrotten, wenn er sich auf dem Markt durchsetzt. Igel,die 100-150g wiegen und eine Tennisballgröße haben,erkunden auch tagsüber gerne ihre Umgebung und haben bei einer Begegnung mit einem Mähroboter keine Chance -auf diesen Fotos ersichtlich. Viel Geld für eine unsinnige Anschaffung und für jede Menge Tierleid! Die häufigsten Verletzungen werden allgemein durch Gartengeräte verursacht. Foto rechts 7+8: Verletzung durch Rasentrimmer oderTellersense,sowie vermutlich Anfraß von Rabenvögeln.Jetzt gefährden zusätzlich noch die Mähroboter  den Igelnachwuchs und in der Nacht auch die größeren Igel,sowie alle nachtaktiven Insekten oder Amphibien.   ,,Der schönste Teppich sollte im Wohnzimmer und nicht vor der Haustür liegen".

 Sprechen Sie Ihren Nachbarn unbedingt darauf an, dass er den Roboter "wenigstens" zwischen 17h und 7h ausschaltet und tagsüber sollten die Mähflächen  zwischen August und November vorher kontrolliert werden, denn der Igelnachwuchs  ist auch tagsüber aktiv und erkundet bereits die Umgebung in Nestnähe. Der Spaziergang endet tödlich. Noch schlimmer sind Rasentrimmer und Tellersensen die tagsüber eingesetzt werden und alle Igel in ihren versteckten Nestern schwer verletzen  und kurz- oder langfristig unter Qualen töten.

 

Bitte nehmen Sie an der Open Petition teil und stimmen Sie für ein Nachtverbot nach Einsetzen der Dämmerung (Oktober schon ab 17h)
https://www.openpetition.de/petition/online/igelschutz-nachtverbot-fuer-maehroboter

 

 

 

 --------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

 

Thema 2:        In Rostock hausen die Vandalen

                         HRO ignoriert Bundesnaturschutzgesetz  §44 ,,Geschützte Arten".                                                                                                                                                            Igel und Co landen lebendig oder tot auf der Müllhalde

 

Ich wurde vor 7 Monaten für meine angeblich …so wichtige Arbeit Igelhilfe …mit dem Umweltpreis 2018 der HRO ausgezeichnet. Was für ein Schildbürgerstreich: Die Stadtplanung hat gerade meine  Arbeit der letzten 2-3 Jahre in wenigen Wochen radikal mit „Unterstützung der Artenschutzabteilung des B-Plan Verfahrens“  vernichtet. In der Südstadt fand gerade die regelrechte Ausrottung der unter Naturschutz stehenden Art ,,Igel" statt, die sich in den Kleingartenanlagen ihr Winterschlafquartier gesucht hatten. Wo denn auch sonst? Zwischen den Straßenbahnschienen am Südring?

Dazu kommen zahlreiche andere Arten, die im Rosengarten oder den Stadtgärten ihren Lebensraum hatten und jetzt zum größten Teil  als Bauschutt auf dem Müll entsorgt wurden,bevor die B-Pläne überhaupt rechtskräftig waren.  Schadensbegrenzung war hier erst gar nicht von der Stadtplanung vorgesehen und die Arbeiten während der Wintermonate ohne gesetzlich vorgesehene  Kompensationsmaßnahmen und Schadensbegrenzung meiner Ansicht nach gesetzeswidrig:

Es gibt ein Bundesnaturschutzgesetz für besonders geschützte Tiere. Igel gehören dazu! Es ist auch nachweislich bekannt,dass  diese in Kleingartenanlagen leben, da die gemeinsam kooperierenden Igelprojekte Rostock und LRO (Groß Potrems) zahlreiche Stadtigel in Rostocker Kleingartenanlagen ausgewildert haben. Die  erfolgten und erforderlichen Gutachten i.S. Natur und Artenschutz, die vor Baumaßnahmen mit amtlichen Stempel erforderlich sind, möchte ich mit dem Auszug aus dem

 

BNATSCHG §44 Abschnitt 3/ Besonderer Artenschutz in Frage stellen:

1.) Es ist verboten wild lebenden Tieren der besonders geschützten Arten nachzustellen,sie zu fangen,zu verletzen oder zu töten,ihre Entwicklungsformen aus der Natur zu entnehmen,zu beschädigen oder zu zerstören.

2.)...während der Fortpflanzungsaufzucht,Überwinterungs- und Wanderungszeiten erheblich zu stören.

3)...Ruhestätten.......zu beschädigen oder zu zerstören.

Demnach handelt die HRO in allen drei Punkten nicht im Sinne des Naturschutzgesetzes.

 

Zur allgemeinen Situation: 60 Prozent des Igel-Nachwuchses sterben bereits innerhalb des ersten Jahres durch die Urbanisierung, weitere durch die Folgen des eingesetzten Klimawandels mangels Nahrung. Alle anderen  werden bei einer Lebenserwartung von 7-8 Jahren maximal 2 bis 3 Jahre alt. Ich möchte darauf hinweisen,dass die Igelstationen Verhalten und Population der Igelbestände ebenfalls beobachten. Alle Fakten werden beim Bundesverband Pro-Igel e.V. dokumentiert.Diese Verluste dürften der Grund dafür sein, warum Igel unter Naturschutz stehen,sich  Bürger der HRO und bundesweit  verletzten Igeln annehmen und sich Igelstationen und Initiativen gebildet haben.  Trotzdem fanden die Arbeiten mit Baggern und Planierraupen während der Winterschlaf-Zeit von Nov-Jan statt und töteten den gesamten Igelbestand der betroffenen Kleingartenanlagen. Da die Rote Liste - MV für Säugetiere einen Stand von 1991 aufweist,möchte ich auch nicht  ausschließen,das Igel  nach 27 Jahren einen wesentlich höheren Stellenwert in der Bewertung haben sollten.

 

Fazit: Es  ist auf Grund der fehlenden Schadensbegrenzung nicht vertretbar, die Kleingartenanlagen als Lebensraum mit jahrelang geschaffenen Kulturen zu zerstören.Es sind auch in keinster Weise Absprachen mit den Igelstationen Rostock und Groß Potrems abgesprochen worden,um den Schaden so gering wie möglich zu halten. Die Größenordnung dieses geplanten Bauprojekts mit  rund 2000-5000 eingeplanten Parzellen hat die Ausrottung der Igelbestände zur Folge,wo vorgesehene Kompensationsmaßnahmen nicht in Betracht gezogen worden sind.  Eine Umwilderung  durch die Igelinitiativen war ohne Absprachen mit der zuständigen Artenschutzstelle im B-Planverfahren zeitlich nicht möglich,da wir nicht rechtzeitig über den Zeitpunkt der Abrissarbeiten informiert wurden, obwohl der HRO bekannt war,dass es diese Igelinitiative der HRO gibt.

 

Meine Ansicht: Da die Stadtplanung bisher nicht das nötige Verantwortungsbewusstsein für naturschutzgerechte Maßnahmen  eingesetzt hat, sollte der Abriss von weiteren Kleingartenanlagen und ökologisch wichtigen Grünflächen vom Umweltministerium untersagt  oder per Bürgerentscheid verhindert werden.

 

 

 

 

..

Rostocker Bienenprojekt fragwürdig? Ja...wenn bei den Mäharbeiten des Grünflächen-Amtes Tiere sterben,die in M-V bereits auf der Roten Liste für gefährdete Tierarten stehen..... auf jeden Fall!

Rostock soll die Stadt der Bienen werden. Damit es schnell geht werden Blumeninseln gepflanzt, auch gerne in Reutershagen oder an der Warnemünder Hauptverkehrsstraße. Da freut sich jede Wildbiene,Hummel und der Schmetterling - vorrausgesetzt - sie bleiben nicht an der nächsten Windschutzscheibe kleben oder sind dort überhaupt zu finden?  Die Naturschutzverbände jubeln, haben aber ihre Hausaufgaben anscheinend auch nicht richtig gemacht? Mir bekannte Naturgärtner und Imker schütteln den Kopf ....und ich besonders, seit neuerdings nach den Mäharbeiten auf den Blumenwiesen unter Naturschutz stehende Igel tot herumliegen.Diese hatten bereits in der neu geschaffenen Wildnis der Blumeninsel mit Hurra ihr Winterschlafquartier errichtet und mussten dran glauben, weil der Mensch wieder mal dem völlig unnötigen Ordnungsdrang unterlag. Es ist unnötig Naturwiesen bis auf den Boden abzumähen.Wer was für die Bienen tun möchte,sollte sich für den Erhalt der Kleingartenanlagen als ökologisch wichtigen Lebensraum einsetzen. Ohne Lebensräume gibt es auch keine Hummeln und Wildbienen.

 Mein Fazit:   Was meine Arbeit für den Artenschutz angeht,kann ich nur sagen, dass  diese Arbeit in Rostock ,,Perlen vor die Säue werfen" bedeutet. Die von mir geleistete Schadensbegrenzung zum Erhalt der Stadtigel, wird vom typisch deutschen Ordnungssinn doppelt und dreifach mit Tellersensen,Rasentrimmern und wenig Sorgfalt im Sinne des Naturschutzes zunichte gemacht. Es wurden in den letzten Wochen zahlreiche Igel von Anwohnern nach Flurbereinigungen gefunden und bei mir oder der Igelstation in Groß Potrems abgegeben.Einige waren bereits tot.  Irgendwann sollte man der Natur auch mal eine Verschnaufpause gönnen und nicht ständig aufräumen,worüber sich auch zahlreiche Anwohner beschweren. Laub hat durchaus eine Daseinsberechtigung...z.B.auch für Insekten,als Nahrungsgrundlage für Singvögel im Winter. Wenn Rostock schon eine Igelauffangstation hat,warum ist dann keine Kontaktaufnahme bei Notfällen durch die Mitarbeiter möglich? Warum ist es generell nicht möglich Naturschutz und Pflichtprogramm in Einklang zu bringen? Warum gibt es keine internen Schulungen? Rostock ist in Sachen Naturschutz ein Katastrophengebiet.Das sollte sich ändern und allgemein überdacht werden,denn wir benötigen nicht nur Bienen für ein intaktes Ökosystem. Die wichtigste Vorraussetzung wäre erst einmal die Tatsache, naturbedingte Unordnung zuzulassen,um Unterschlüpfe für Insekten und Igel zu erhalten.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Hinweis: Bitte die mit * gekennzeichneten Felder ausfüllen.

Kontakt TEL 0170-7775708